
Wenn du auf Wohnungssuche bist, ist die SCHUFA-Auskunft oft das Zünglein an der Waage. Viele Mieter fragen sich da nervös: Was genau steht da eigentlich drin, was mein potenzieller Vermieter zu sehen bekommt? Die Antwort ist zum Glück ziemlich entspannt: Dein Vermieter erhält nur eine stark abgespeckte, datenschutzkonforme Version. Es geht darum, deine Zuverlässigkeit zu bestätigen – nicht darum, deine Kontoauszüge oder Kreditdetails offenzulegen.
Was dein Vermieter in der SCHUFA-Auskunft wirklich sieht
Klar, wenn du eine Wohnung mieten willst, kommst du an der Bonitätsprüfung kaum vorbei. Aber die Sorge, dass der Vermieter dein komplettes Finanzleben durchleuchtet, ist unbegründet. Es ist wichtig zu verstehen, dass es zwei komplett unterschiedliche Dokumente gibt: eins für dich und eins für den Vermieter.

Der feine Unterschied: BonitätsCheck vs. Datenkopie
Stell es dir so vor: Die Datenkopie ist dein privates Tagebuch mit allen Details, während der BonitätsCheck für den Vermieter eher wie ein offizieller, kurzer Lebenslauf ist. Das Tagebuch ist nur für dich, der Lebenslauf fasst die wichtigsten Fakten für andere zusammen. Bei der SCHUFA läuft das ganz ähnlich ab.
- Der SCHUFA-BonitätsCheck (für den Vermieter): Dieses Dokument ist extra für Dritte wie Vermieter gemacht. Es ist im Grunde ein Zertifikat, das schlicht und einfach bestätigt, ob zu deiner Person ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen. Es gibt also nur ein klares „Ja“ oder „Nein“ zu deiner Zahlungsmoral. Mehr nicht.
- Die Datenkopie (nach Art. 15 DSGVO): Das ist die komplette Übersicht und die ist nur für dich. Hier findest du wirklich alles, was über dich gespeichert ist: frühere Kreditanfragen, laufende Verträge und deine genauen Score-Werte. Diese Version solltest du auf gar keinen Fall an deinen Vermieter weitergeben!
Damit du den Unterschied auf einen Blick siehst, haben wir eine kleine Tabelle für dich vorbereitet. Hier siehst du, welche Infos der Vermieter bekommt und welche privat bleiben.
Vergleich SCHUFA-BonitätsCheck vs. Datenkopie
| Information | Sichtbar für Vermieter (BonitätsCheck) | Sichtbar für Dich (Datenkopie) |
|---|---|---|
| Zertifikat | Ja, mit Gesamtaussage (z. B. „ausschließlich positive Informationen“) | Nein |
| Negative Einträge | Nur die Information, dass es welche gibt (ohne Details) | Ja, mit allen Details (wer, was, wie viel) |
| Allgemeine Daten | Name, Geburtsdatum, aktuelle Adresse | Ja, alle bekannten Adressen |
| Score-Werte | Nein, kein Score | Ja, alle Score-Werte (Basis-Score, Branchen-Scores) |
| Kredite & Konten | Nein | Ja, alle gemeldeten Verträge (Banken, Leasing, etc.) |
| Anfragen | Nein | Ja, alle Anfragen der letzten 12 Monate |
Die Tabelle macht es deutlich: Der Schutz deiner Daten wird hier ernst genommen. Der Vermieter erhält nur die allernötigsten Informationen, um eine Entscheidung treffen zu können.
Wenn du tiefer einsteigen willst, was genau eine Bonitätsauskunft ist und warum sie so eine große Rolle spielt, findest du hier weiterführende Infos.
Letztendlich geht es darum, Vertrauen aufzubauen. Deine SCHUFA-Auskunft beweist, dass du ein verlässlicher Mieter bist – und das, ohne dass du zu viele private Details preisgeben musst.
So liest du den SCHUFA-BonitätsCheck für Vermieter richtig
Wenn du zum ersten Mal einen SCHUFA-BonitätsCheck in der Hand hältst, fällt dir sofort auf: Das Ding ist erstaunlich kurz und knackig. Kein langes Blabla, keine komplizierten Tabellen. Und das ist Absicht. Das Ziel ist, deinem potenziellen Vermieter ganz unkompliziert zu zeigen, dass du finanziell zuverlässig bist – ohne dass du dafür die Hosen runterlassen musst. Lass uns das mal zusammen durchgehen.
Stell dir den BonitätsCheck nicht wie einen detaillierten Kontoauszug vor. Es ist eher ein Zertifikat, eine Art TÜV-Plakette für deine Zahlungsmoral, die auf einen Blick Vertrauen schafft.
Die wichtigsten Bausteine der Auskunft
Der Aufbau ist total logisch und auf das Wesentliche reduziert. Jedes Element hat genau eine Aufgabe: dem Vermieter die nötige Sicherheit geben und gleichzeitig deine Privatsphäre schützen.
- Deine persönlichen Daten: Klar, ganz oben stehen dein Name, deine Adresse und dein Geburtsdatum. Das ist einfach nur zur Identifikation, damit der Vermieter weiß, dass das Dokument auch wirklich von dir ist.
- Das Echtheitszertifikat: Jede Auskunft hat ein Hologramm und eine einmalige Verifikationsnummer. Damit kann der Vermieter online checken, ob das Dokument echt ist. Eine simple, aber super wichtige Absicherung gegen Fälschungen.
- Das Herzstück – Die Aussage zur Bonität: Das ist der Satz, auf den es ankommt. Hier steht entweder, dass zu deiner Person „ausschließlich positive“ Vertragsinformationen vorliegen, oder eben nicht. Im Grunde ist es eine simple Ja/Nein-Antwort auf die Frage: „Hat diese Person ihre Rechnungen in der Vergangenheit bezahlt?“
Ganz wichtig: Falls es negative Einträge geben sollte, erfährt der Vermieter nicht, welche das sind. Er sieht nur die pauschale Info, dass etwas vorliegt. Das ist ein enormer Schutz für deine Privatsphäre.
Was der Vermieter garantiert nicht zu sehen bekommt
Fast noch spannender als das, was drinsteht, ist das, was fehlt. Der BonitätsCheck ist ganz bewusst so schlank gehalten, um die strengen deutschen Datenschutzregeln (DSGVO) einzuhalten. Dein Vermieter bekommt also keinen Einblick in:
- Deinen genauen SCHUFA-Score: Diese Prozentzahl, die deine Kreditwürdigkeit bewertet, ist nur für dich und deine Banken relevant, nicht für den Vermieter.
- Details zu Krediten oder Konten: Ob du einen Autokredit am Laufen hast, einen Dispo nutzt oder drei Girokonten besitzt, geht niemanden etwas an.
- Anfragen von anderen Firmen: Auch frühere Kreditanfragen oder der Check für den letzten Handyvertrag bleiben unsichtbar.
Dieser minimalistische Ansatz ist ein echter Vorteil für dich. Der Vermieter bekommt genau das, was er braucht, um das Risiko eines Mietausfalls einzuschätzen. Du musst aber nicht dein komplettes Finanzleben auf den Tisch legen. Wenn du genau weißt, wie die SCHUFA-Auskunft für Vermieter aussieht, kannst du bei der Wohnungsbewerbung viel sicherer und selbstbewusster auftreten.
Wie dein SCHUFA-Score deine Wohnungschancen beeinflusst
Auch wenn der reine SCHUFA-BonitätsCheck deinem Vermieter keinen konkreten Score-Wert zeigt, spielt diese Zahl hinter den Kulissen eine gewaltige Rolle. Du kannst dir den Score ein bisschen wie eine persönliche Finanz-Wettervorhersage vorstellen: Ein hoher Wert ist quasi strahlender Sonnenschein. Er signalisiert dem Vermieter, dass du deine Miete mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit pünktlich zahlen wirst.

Ein guter Score ist also dein stiller Fürsprecher, der Vertrauen aufbaut, noch bevor du überhaupt zum Besichtigungstermin erscheinst. Gerade in gefragten Städten kann er dir helfen, schneller eine Wohnung zu finden.
Was bedeutet die Prozentzahl wirklich?
Der SCHUFA-Score ist eine Prozentzahl zwischen 0 und 100. Ganz einfach: Je näher an der 100, desto besser deine Kreditwürdigkeit. Die Zahl drückt aus, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, dass du deine Rechnungen und Raten pünktlich bezahlst.
Als Faustregel gilt: Ein Score von über 97,5 % ist top. Hier geht die SCHUFA von einem sehr geringen Risiko aus. Fällt der Wert unter 90 %, kann das bei Vermietern oder Banken schon mal zu Stirnrunzeln oder sogar einer Absage führen.
Dieser Wert ist aber keine in Stein gemeißelte Note, sondern verändert sich. Er wird alle drei Monate neu berechnet und reagiert auf dein Finanzverhalten. Zahlst du alles pünktlich, stärkt das deinen Score. Flattern Mahnungen ins Haus oder platzt ein Kredit, zieht ihn das nach unten.
Was deinen Score wirklich beeinflusst
Es halten sich hartnäckig einige Mythen darüber, was den Score angeblich ruiniert – zum Beispiel häufige Umzüge oder dein Gehalt. Tatsächlich schaut die SCHUFA aber auf ganz andere Dinge, nämlich auf dein bisheriges Zahlungsverhalten und deine Verträge.
Hier sind die entscheidenden Faktoren:
- Deine Zahlungsmoral: Das A und O. Pünktlich bezahlte Rechnungen und Kreditraten sind der wichtigste Baustein für einen guten Score. Jede unbezahlte Rechnung, die ins Mahnverfahren geht, kann Spuren hinterlassen.
- Deine Kreditaktivitäten: Wie viele Kredite, Ratenkäufe oder Kreditkarten hast du am Laufen? Wer viele finanzielle Verpflichtungen gleichzeitig jongliert, wird als riskanter eingestuft.
- Deine Vertragstreue: Langjährige, problemlose Geschäftsbeziehungen sind Gold wert. Ein Girokonto, das du schon seit Ewigkeiten bei derselben Bank hast, ist zum Beispiel ein positives Signal.
- Harte Negativmerkmale: Einträge aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen, wie eine Privatinsolvenz, haben den stärksten negativen Einfluss und ziehen den Score massiv nach unten.
Überraschenderweise tappen viele im Dunkeln, was ihre eigene Bonität angeht. Eine Studie von bonify hat gezeigt, dass satte 68 Prozent der Deutschen ihren eigenen Score nicht kennen, weil sie noch nie eine Selbstauskunft angefordert haben. Du kannst die Ergebnisse zur Bonität der Deutschen auf bonify.de selbst nachlesen.
Genau deshalb ist es so wichtig, regelmäßig einen Blick in die eigene Auskunft zu werfen. In unserem Artikel zeigen wir dir, was du tun kannst, wenn du eine Wohnung trotz negativer SCHUFA suchst. Um deine finanzielle Reputation generell aufzupolieren, kann es auch helfen zu verstehen, wie du deinen Creditreform Score verbessern kannst. So nimmst du deine Chancen auf dem Wohnungsmarkt selbst in die Hand.
Negativeintrag in der SCHUFA? So klappt’s trotzdem mit der Wohnung
Ein negativer SCHUFA-Eintrag – allein das Wort fühlt sich bei der Wohnungssuche schon wie ein K.-o.-Schlag an. Aber keine Sorge: Das muss es absolut nicht sein. Viele stellen sich bei einem Negativeintrag direkt riesige Schuldenberge vor. Dabei sind es oft kleinere, längst vergessene Geschichten, die da plötzlich wieder auftauchen. Die unbezahlte Handyrechnung aus der Studienzeit zum Beispiel, die im Umzugsstress einfach untergegangen ist.
Klar, so ein Eintrag ist super ärgerlich. Aber er macht dich nicht automatisch zu einem schlechten Mieter. Das Wichtigste ist, dass du jetzt nicht den Kopf in den Sand steckst, sondern aktiv wirst. Mit der richtigen Taktik nimmst du das Heft wieder selbst in die Hand.
Was so ein Negativeintrag wirklich heißt
Erstmal: tief durchatmen. Ein negativer Eintrag bedeutet nichts anderes, als dass ein Unternehmen eine offene Rechnung, die mehrfach angemahnt wurde, an die SCHUFA gemeldet hat. Das können unbezahlte Rechnungen von Online-Shops sein, vom Mobilfunkanbieter oder auch mal geplatzte Ratenzahlungen.
Das Gute ist: Diese Einträge bleiben nicht für immer. Es gibt ganz klare gesetzliche Löschfristen. Die meisten erledigten Negativeinträge verschwinden nach genau drei Jahren wieder aus deiner Akte. Das gibt dir eine handfeste Perspektive.
Dein erster und wichtigster Schritt: Hol dir die kostenlose Datenkopie (nach Art. 15 DSGVO) direkt bei der SCHUFA. Nur so weißt du schwarz auf weiß, was da wirklich steht und ob die Angaben überhaupt stimmen.
Dein 3-Schritte-Plan für den Ernstfall
Wenn du einen Eintrag entdeckst, gibt es einen klaren Fahrplan. Panik bringt dich nicht weiter, ein strukturierter Plan aber schon.
- Checken und korrigieren lassen: Ist der Eintrag überhaupt gerechtfertigt? Fehler passieren immer wieder. Vielleicht hast du die Rechnung längst beglichen oder die Forderung war von vornherein falsch. Nimm Kontakt mit dem Unternehmen auf, das den Eintrag veranlasst hat, und fordere sie schriftlich auf, ihn zu löschen.
- Karten auf den Tisch legen: Das ist deine stärkste Waffe. Sprich das Thema beim potenziellen Vermieter von dir aus an, noch bevor er deine Unterlagen sichtet. Eine offene Erklärung, wie es zu dem Eintrag kam und dass das Problem längst aus der Welt ist, schafft viel mehr Vertrauen als eine vermeintlich makellose Auskunft.
- Zusätzliche Sicherheiten anbieten: Um letzte Zweifel auszuräumen, kannst du dem Vermieter von dir aus etwas mehr Sicherheit geben. Eine Mietbürgschaft, zum Beispiel von den Eltern oder einer Bank, ist eine super Option. Auch ein Nachweis über Erspartes kann untermauern, dass du finanziell stabil bist.
Diese proaktive Haltung ist der Schlüssel zum Erfolg. Vermieter haben oft eine Riesenangst vor Mietnomaden, und die Bonitätsprüfung ist für sie ein wichtiges Mittel, um dieses Risiko zu minimieren. Verbände schätzen, dass es jährlich 15.000 bis 30.000 Fälle von Mietnomaden gibt. Eine interessante Studie hat gezeigt, dass bei vielen dieser Fälle auf eine SCHUFA-Auskunft verzichtet wurde – was wiederum beweist, wie wichtig sie für Vermieter ist. Mehr zu diesen Hintergründen liest du in diesem Artikel über Risikoprävention für Vermieter. Wenn du transparent bist, zeigst du, dass du nichts zu verbergen hast, und nimmst dem Vermieter seine größte Sorge.
Am Ende des Tages geht es darum, eine menschliche Verbindung aufzubauen. Ein Vermieter vermietet seine Wohnung nicht an eine SCHUFA-Auskunft, sondern an einen Menschen. Mit Ehrlichkeit und guter Vorbereitung hast du auch mit einem kleinen Schönheitsfehler in deiner Finanz-Vergangenheit beste Chancen auf deine Traumwohnung.
So kommst du schnell und einfach an deine SCHUFA-Auskunft
Wenn du schon mal auf Wohnungssuche warst, kennst du das: Es muss oft verdammt schnell gehen. Wenn dann in der Bewerbungsmappe die SCHUFA-Auskunft fehlt, bist du bei vielen Vermietern direkt raus, noch bevor du „Besichtigungstermin“ sagen kannst. Zum Glück ist es aber gar nicht so kompliziert, an das richtige Dokument zu kommen. Du musst nur wissen, welche Auskunft für welchen Zweck die richtige ist.
Im Grunde gibt es zwei Wege, die sich in Sachen Tempo, Kosten und Informationsgehalt komplett unterscheiden. Welche für dich passt, hängt einzig und allein davon ab, wie dringend du das Papier brauchst und wer es am Ende zu Gesicht bekommen soll.
Der schnelle Weg für deine Bewerbung: Der SCHUFA-BonitätsCheck
Du steckst mitten im Bewerbungsmarathon und der potenzielle Vermieter will jetzt einen Bonitätsnachweis sehen? Dann ist der SCHUFA-BonitätsCheck dein bester Freund.
- Geschwindigkeit: Den beantragst du online und hast ihn wenige Minuten später als PDF im Postfach. Schneller geht’s nicht.
- Kosten: Ja, der Service kostet etwas. Aktuell sind es 29,95 €.
- Inhalt: Hier steht nur das drin, was den Vermieter wirklich interessiert. Es ist quasi ein offizielles Zertifikat, das bestätigt: „Ja, diese Person ist als zuverlässig bekannt.“ Dein genauer Score oder andere sensible Details bleiben unter Verschluss – genau so, wie es sein sollte.
Wenn es wirklich brennt und du einen professionellen, schnellen Eindruck machen willst, sind die knapp 30 Euro eine verdammt gute Investition, um schneller eine Wohnung zu finden.
Der kostenlose Weg für dich selbst: Die Datenkopie nach DSGVO
Jeder Bürger hat das Recht, einmal im Jahr kostenlos zu erfahren, was die SCHUFA alles über ihn gespeichert hat. Das Zauberwort dafür lautet Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. Die ist super, um mal hinter die Kulissen deiner eigenen Finanzen zu blicken. Für den Vermieter ist sie aber absolut tabu.
- Geschwindigkeit: Hier ist Geduld gefragt. Die Auskunft kommt klassisch per Post, was schon mal ein bis zwei Wochen dauern kann.
- Kosten: Wie der Name schon sagt: komplett kostenlos.
- Inhalt: Diese Version ist das volle Programm. Sie listet jeden einzelnen Eintrag auf – deinen exakten Score, alte Kreditanfragen, Handyverträge, einfach alles. Das ist viel zu privat, um es aus der Hand zu geben.
Ganz wichtiger Tipp aus der Praxis: Gib niemals, wirklich niemals, die kostenlose Datenkopie an einen Vermieter weiter! Die enthält haufenweise sensible Infos, die ihn absolut nichts angehen und dich im schlimmsten Fall angreifbar machen. Nutze sie nur für deine eigene Kontrolle.
Wenn du deine Datenkopie dann in den Händen hältst und einen Eintrag entdeckst, der dir Sorgen macht, hilft dir diese kleine Entscheidungshilfe weiter:

Wie du siehst: Ein Negativeintrag ist nicht sofort das Ende der Welt. Oft kannst du Dinge korrigieren oder zumindest proaktiv erklären. Wenn du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung suchst, wie du die SCHUFA-Auskunft online beantragen kannst, haben wir da was für dich vorbereitet.
Welche SCHUFA-Auskunft ist die richtige für dich?
Noch unsicher? Kein Problem. Diese Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede nochmal knackig zusammen, damit du schnell die richtige Wahl für deine Wohnungsbewerbung triffst.
| Merkmal | SCHUFA-BonitätsCheck (für Vermieter) | Kostenlose Datenkopie (für Dich) |
|---|---|---|
| Zweck | Zur Weitergabe an Dritte (Vermieter, Makler) | Zur persönlichen Kontrolle der eigenen Daten |
| Kosten | 29,95 € (einmalig) | Kostenlos (einmal pro Jahr) |
| Geschwindigkeit | Wenige Minuten (Online-Download) | 1–2 Wochen (Postversand) |
| Informationsgehalt | Reduziert auf das Nötigste, keine sensiblen Details | Vollständige Auflistung aller gespeicherten Daten |
| Fazit | Perfekt für die schnelle und sichere Wohnungsbewerbung | Ungeeignet für Vermieter, ideal für den Selbstcheck |
Am Ende ist es ganz einfach: Die richtige Auskunft parat zu haben, ist ein kleiner, aber oft entscheidender Schritt, um bei der Wohnungssuche ganz vorne mit dabei zu sein.
Deine Rechte beim Datenschutz: Wann ist die SCHUFA-Frage erlaubt?
Wissen ist Macht – besonders, wenn es um deine Daten geht. Wann darf ein Vermieter also eine SCHUFA-Auskunft verlangen? Und wann ist die Frage danach einfach nur unzulässig? Es gibt zum Glück klare Spielregeln, die dich davor schützen, deine Finanzdaten vorschnell auf den Tisch legen zu müssen.
Die wichtigste Regel gleich vorweg: Ein Vermieter darf nicht einfach von jedem, der sich für seine Wohnung interessiert, eine Bonitätsauskunft fordern. Stell dir mal eine Massenbesichtigung mit 50 anderen Leuten vor. Würde der Makler da von jedem direkt die SCHUFA-Auskunft einsammeln, wäre das ein glasklarer Verstoß gegen den Datenschutz.
Wann der Vermieter die Auskunft wirklich verlangen darf
Das Gesetz, genauer gesagt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), hält hier seine schützende Hand über deine Daten. Ein Vermieter hat erst dann ein „berechtigtes Interesse“ an deiner Bonität, wenn du im Bewerbungsprozess wirklich in die engere Auswahl kommst.
In der Praxis heißt das: Die Forderung nach einer SCHUFA-Auskunft ist normalerweise erst dann okay, wenn der Vermieter dir die Wohnung ernsthaft anbieten will und ihr praktisch kurz vor dem Abschluss des Mietvertrags steht.
Merk dir: Bei der ersten Mail oder einer lockeren Besichtigung hat die Frage nach deiner SCHUFA absolut nichts verloren. Erst wenn du ein konkretes Vertragsangebot in der Tasche hast, ist die Vorlage gerechtfertigt.
Wie du dich gegen unzulässige Forderungen wehrst
Und was machst du jetzt, wenn ein Vermieter schon in der ersten E-Mail nach deiner Auskunft giert? Ganz einfach: Du hast das Recht, freundlich, aber bestimmt abzulehnen.
Hier sind ein paar praktische Tipps, wie du souverän reagierst:
- Bleib höflich und zeig Verständnis: Du könntest schreiben: „Ich verstehe Ihr Bedürfnis nach Sicherheit natürlich vollkommen. Sehr gerne lege ich Ihnen meine vollständigen Unterlagen samt aktueller SCHUFA-Auskunft vor, sobald ich für Ihre Wohnung in die engere Auswahl komme.“
- Signalisiere, dass du vorbereitet bist: Lass durchblicken, dass du die Auskunft schon parat hast. Das zeigt, dass du organisiert und verlässlich bist, ohne deine Daten gleich preiszugeben.
- Verweise auf den Datenschutz: Wenn jemand gar nicht lockerlässt, kannst du ganz sachlich erwähnen, dass du deine sensiblen Daten gemäß der DSGVO erst im letzten Schritt des Bewerbungsprozesses teilst.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf gehst du viel selbstbewusster durch die Wohnungssuche. Du schützt deine Privatsphäre und zeigst gleichzeitig, dass du deine Rechte kennst und ein verantwortungsbewusster Mieter bist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier klären wir die brennendsten Fragen zur SCHUFA-Auskunft, die bei der Wohnungssuche immer wieder aufkommen. Auf den Punkt gebracht, damit du bestens vorbereitet bist.
Wie alt darf die SCHUFA-Auskunft für den Vermieter sein?
Ganz klar: so frisch wie möglich. Es gibt zwar keine feste gesetzliche Frist, aber die ungeschriebene Regel lautet: Älter als drei Monate sollte sie auf keinen Fall sein.
Gerade in Städten, wo der Wohnungsmarkt heiß umkämpft ist, verschaffst du dir mit einer top-aktuellen Auskunft – am besten nicht älter als 14 Tage – einen echten Vorteil. Das zeigt dem Vermieter, dass du die Sache ernst nimmst und nichts zu verbergen hast.
Welche SCHUFA-Auskunft braucht der Vermieter genau?
Für den Vermieter ist einzig und allein der SCHUFA-BonitätsCheck relevant. Dieses Dokument ist extra für diesen Zweck gemacht: Es bestätigt, dass du finanziell zuverlässig bist, plaudert aber keine sensiblen Details wie deinen genauen Score-Wert oder Infos zu laufenden Krediten aus.
Was du niemals aus der Hand geben solltest, ist die kostenlose Datenkopie (nach Art. 15 DSGVO). Die ist voll mit privaten Informationen, die den Vermieter absolut nichts angehen und dich nur angreifbar machen.
Merk dir einfach als Faustregel für die Wohnungssuche: Der BonitätsCheck ist für den Vermieter, die Datenkopie ist nur für deine eigenen Unterlagen.
Kann ein Vermieter eine Wohnung wegen der SCHUFA ablehnen?
Kurz gesagt: Ja, das kann er. Vermieter müssen ihre Absage nicht begründen. Wenn deine SCHUFA-Auskunft negative Einträge hat oder du gar keine vorlegen willst, wird er sich im Zweifel immer für den Bewerber mit der sauberen Weste entscheiden.
Eine positive SCHUFA ist zwar keine Garantie für die Zusage, aber eine negative oder fehlende Auskunft ist in den allermeisten Fällen ein direktes K.-o.-Kriterium. Für den Vermieter ist sie der wichtigste Beweis, dass du deine Miete voraussichtlich pünktlich und zuverlässig zahlen wirst.
Die perfekte Wohnung zu finden, ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit dem Immobilien Bot bist du immer einen Schritt voraus. Er durchsucht alle wichtigen Portale gleichzeitig und benachrichtigt dich sofort, wenn eine neue passende Wohnung online geht. So verpasst du nie wieder deine Chance. Finde deine Traumwohnung schneller auf immobilien-bot.de.