
Du fragst dich: Wie finde ich am schnellsten eine Wohnung? Die Antwort liegt nicht nur in den Immobilienportalen, sondern beginnt direkt bei deiner Vorbereitung. In einem angespannten Wohnungsmarkt gewinnt oft nicht der mit dem höchsten Gehalt, sondern der, der als Erster mit vollständigen Unterlagen startklar ist, wenn die Traumwohnung online geht.
Deine Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg
Bevor du auch nur ein einziges Inserat anklickst, solltest du deine Hausaufgaben machen. Das klingt vielleicht langweilig, ist aber der größte Hebel, den du hast. Eine saubere Vorbereitung spart dir nicht nur einen Haufen Zeit und Nerven, sondern katapultiert dich bei Vermietern direkt auf den „Interessant“-Stapel. Sieh es als deinen persönlichen Turbo im Rennen um die besten Wohnungen.

Mal ehrlich, der deutsche Wohnungsmarkt ist kein Zuckerschlecken. Experten vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung schätzen, dass wir bis 2045 auf 85,5 Millionen Einwohner wachsen. Das bedeutet, der Druck nimmt weiter zu. In Städten wie München oder Berlin ist es schon jetzt so: Wenn du nicht binnen Minuten auf ein neues Inserat reagierst, kannst du es eigentlich auch gleich lassen. Deine Schnelligkeit ist deine Währung.
Definiere deine Suche und dein Budget
Klarheit ist dein bester Freund. Bevor du loslegst, musst du genau wissen, was du suchst – und was du dir leisten kannst. Mach eine ehrliche Liste mit deinen Must-haves und deinen Nice-to-haves.
- Dein Budget: Was gibt dein Konto wirklich her? Eine alte, aber immer noch goldene Regel besagt, dass die Warmmiete maximal ein Drittel deines Nettoeinkommens betragen sollte. Setz dich hin und rechne das mal sauber durch.
- Deine Must-haves: Wie viele Zimmer brauchst du zwingend? Geht es auf keinen Fall ohne Balkon? Wie lang darf der Weg zur Arbeit maximal sein? Das sind deine K.o.-Kriterien.
- Deine Kompromisse: Wo bist du flexibel? Wäre eine Dusche statt Badewanne okay, wenn dafür die Lage top ist? Diese Flexibilität erweitert dein Suchfeld ungemein.
Wenn du das für dich geklärt hast, verschwendest du keine Sekunde mehr mit Wohnungen, die sowieso nicht passen.
Deine digitale Bewerbungsmappe
Und hier kommt der absolute Game-Changer: eine fix und fertige, digitale Bewerbungsmappe. Wenn du alles parat hast, ist die Bewerbung eine Sache von Sekunden, sobald dein Traumobjekt auftaucht.
Der Moment, in dem ein Inserat online geht, ist alles. Wenn du dann erst anfängst, deine Gehaltsabrechnungen zu suchen, ist der Zug schon abgefahren. Eine einzige, gut sortierte PDF-Datei ist dein Ticket in die engere Auswahl.
Scanne alle nötigen Papiere ein und füge sie zu einem einzigen, übersichtlichen PDF-Dokument zusammen. Das sieht nicht nur professionell aus, sondern macht es dem Vermieter auch super einfach.
Eine detaillierte Übersicht, was genau reingehört, findest du übrigens in unserem Guide zu den perfekten Unterlagen für eine Wohnungsbesichtigung.
Deine Checkliste für die perfekte Bewerbungsmappe
Halte diese Dokumente digital bereit, um dich innerhalb von Minuten auf neue Angebote bewerben zu können.
| Dokument | Warum es wichtig ist | Mein Tipp zur Beschaffung |
|---|---|---|
| Selbstauskunft | Das ist dein Steckbrief für den Vermieter. Ehrlichkeit ist hier oberstes Gebot. | Viele Portale bieten Vorlagen an. Einfach einmal ausfüllen und speichern. |
| Gehaltsnachweise | Der Beweis, dass du die Miete auch wirklich zahlen kannst. Meist werden die letzten 3 Monate verlangt. | Einfach die digitalen Lohnabrechnungen vom Arbeitgeber als PDF herunterladen. |
| SCHUFA-Auskunft | Zeigt, dass du ein zuverlässiger Zahler bist. Nicht älter als 3 Monate sollte sie sein. | Online bei der SCHUFA bestellen. Dauert ein paar Tage, also rechtzeitig kümmern! |
| Mietschuldenfreiheitsbescheinigung | Bestätigung deines aktuellen Vermieters, dass du immer pünktlich gezahlt hast. | Frag deinen jetzigen Vermieter frühzeitig danach, manchmal dauert das etwas. |
| Kopie des Personalausweises | Zur Identifikation. Wichtig: nicht relevante Daten wie die Zugangsnummer schwärzen. | Einfach kurz mit dem Handy abfotografieren oder scannen. Vorder- und Rückseite! |
Wenn du diese Mappe startklar hast, bist du der Konkurrenz schon einen riesigen Schritt voraus. Jetzt kann die strategische Suche beginnen.
Clevere Suchstrategien für den entscheidenden Vorteil

Okay, deine perfekte Bewerbungsmappe liegt bereit – jetzt geht die Jagd richtig los. Aber mal ehrlich: Abends gemütlich auf der Couch durch Immobilienportale zu scrollen, bringt dich heute nicht mehr ans Ziel. Wenn du wirklich schnell eine Wohnung finden willst, brauchst du eine proaktive Strategie, die dich an die Spitze der Bewerberliste katapultiert.
Der entscheidende Faktor ist Geschwindigkeit. Die meisten guten Wohnungen sind schon in den ersten Stunden nach Veröffentlichung mit Anfragen überflutet. Dein Ziel muss es sein, zu den allerersten Fünf zu gehören, die sich melden. Und das schaffst du nicht, indem du ständig manuell die Portale aktualisierst. Du musst deine Suche automatisieren.
Automatisiere deine Suche und sei der Erste
Moderne Tools verschaffen dir hier den entscheidenden Vorteil. Während andere noch schlafen oder bei der Arbeit feststecken, kannst du sofort reagieren, sobald ein neues Inserat online geht. Genau hier kommen spezialisierte Apps ins Spiel.
Eine der cleversten Lösungen ist der Immobilien Bot, der für dich alle relevanten Portale gleichzeitig scannt.
- Echtzeit-Benachrichtigungen: Du kriegst sofort eine Push-Nachricht auf dein Handy, deine Smartwatch oder den PC, wenn eine Wohnung auftaucht, die genau zu deinen Kriterien passt.
- Null Verzögerung: Die Standard-Benachrichtigungen der Portale kommen oft erst Stunden später oder gesammelt. Der Bot informiert dich sofort, ohne jeden Zeitverlust.
- Bewerben in Sekunden: Da deine Unterlagen ja schon startklar sind, schickst du deine Bewerbung mit ein paar Klicks raus – oft Minuten, bevor die große Masse überhaupt von dem Angebot erfährt.
Diese Automatisierung ist der größte Hebel, den du hast. Wie du die beste App für die Wohnungssuche optimal für dich nutzt, zeigen wir dir in unserem ausführlichen Guide.
Denke über die Portale hinaus
Die schnellste Antwort auf die Frage „Wie finde ich am schnellsten eine Wohnung?“ findest du oft abseits der großen Online-Pfade. Viele gute Wohnungen landen gar nicht erst öffentlich im Netz, weil Vermieter sich den ganzen Trubel sparen wollen.
Ein riesiger Teil der Wohnungsvergaben läuft über persönliche Netzwerke und direkte Kontakte. Wer nur auf den großen Portalen sucht, verpasst einen Großteil des Marktes.
Zieh also alle Register und nutze auch diese alternativen Kanäle:
- Kontaktiere Hausverwaltungen direkt: Viele größere Verwaltungen haben eigene Wartelisten oder vermitteln Wohnungen direkt an vorgemerkte Interessenten. Ein freundlicher Anruf oder eine proaktive E-Mail kann hier Türen öffnen.
- Wohnungsbaugenossenschaften: Schau, welche Genossenschaften es in deiner Stadt gibt. Meistens musst du zwar Mitglied werden, aber dafür sind die Mieten oft fair und die Wohnungen in einem super Zustand.
- Lokale Facebook-Gruppen: Suche nach Gruppen wie „Wohnungssuche [Stadt]“ oder „Neu in [Stadt]“. Gerade für Nachmieter sind das oft die ersten Anlaufstellen, noch bevor das Inserat online geht.
- Dein eigenes Netzwerk: Posaune es raus! Erzähle allen, dass du suchst – Kollegen, Freunden, Familie. Du wärst überrascht, wer alles jemanden kennt, der jemanden kennt. Ein Post in deinen Social-Media-Kanälen schadet auch nie.
Indem du die schnellste digitale Strategie mit cleveren Offline-Methoden kombinierst, vervielfachst du deine Chancen und bist der Konkurrenz immer den entscheidenden Schritt voraus.
Das Anschreiben, das Vermieter wirklich lesen wollen
Deine Bewerbungsmappe ist top vorbereitet, aber das allein sichert dir noch keine Einladung. Dein Anschreiben ist deine persönliche Eintrittskarte – der allererste direkte Kontakt zum Vermieter. Genau hier machen die meisten den entscheidenden Fehler: Sie schicken eine 08/15-Nachricht raus, die sie schon hundertmal kopiert haben. Das ist leider der schnellste Weg, direkt auf dem „Nein“-Stapel zu landen.

Ein gutes Anschreiben muss kein literarisches Meisterwerk sein. Ganz im Gegenteil: Kurz, freundlich und auf den Punkt gebracht, wirkt es am besten. Es soll einfach einen kleinen Einblick in deine Persönlichkeit geben und dem Vermieter die wichtigsten Infos auf einen Blick liefern.
Die Bausteine für ein starkes Anschreiben
Vergiss lange Romane. Vermieter haben dafür absolut keine Zeit. Dein Ziel ist es, in wenigen Sätzen zu überzeugen und alle wichtigen Fragen direkt vorab zu klären. Das zeigt, dass du mitdenkst und allen Beteiligten den Prozess einfacher machst.
Ein überzeugendes Anschreiben packt immer diese drei Kerninfos rein:
- Wer du bist und wie viele einziehen: Stell dich kurz vor. So was wie: „Mein Name ist Max Mustermann, ich bin 32 Jahre alt und arbeite als Softwareentwickler bei der Firma XY.“
- Warum genau diese Wohnung: Zeig, dass du das Inserat wirklich gelesen hast. Ein Satz wie „Besonders gut gefällt mir der sonnige Balkon und die Nähe zum Stadtpark, da ich gern draußen bin“ bewirkt wahre Wunder.
- Bestätigung deiner finanziellen Stabilität: Signalisiere, dass du ein zuverlässiger Mieter bist. Ein kurzer Hinweis wie „Ich verfüge über ein stabiles, unbefristetes Einkommen und alle nötigen Unterlagen finden Sie im Anhang“ schafft sofort Vertrauen.
Ein authentisches Anschreiben beweist, dass du dich wirklich mit der Wohnung beschäftigt hast. Damit hebst du dich sofort von der Masse der „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich…“-Nachrichten ab.
Ein kleiner persönlicher Touch kann den Unterschied machen. Erwähne, dass du dich auf die ruhige Lage freust oder dass die Wohnung perfekt für dein Homeoffice wäre. Das macht dich als Person greifbarer und sympathischer als andere Bewerber.
Formulierungsbeispiele, die du anpassen kannst
Der Ton macht die Musik – freundlich, verbindlich und respektvoll sollte er sein. Hier sind ein paar Beispiele, wie du die Bausteine in die Praxis umsetzen kannst.
Beispiel für ein Paar:
„Guten Tag Herr Schmidt,
mein Partner und ich sind auf Ihr Inserat in der Schillerstraße gestoßen und waren sofort begeistert. Die helle Küche und die gute Anbindung an die U-Bahn passen perfekt zu uns.
Wir sind beide in unbefristeten Anstellungen (Marketing-Managerin & IT-Berater) und suchen ein langfristiges Zuhause. Unsere vollständigen Bewerbungsunterlagen finden Sie im Anhang. Über eine Einladung zur Besichtigung würden wir uns sehr freuen.
Viele Grüße,
Anna Meier & Tom Weber“
Dieses Beispiel ist kurz, knackig, informativ und zeigt echtes Interesse. Wenn du noch mehr Inspiration und fertige Vorlagen suchst, schau mal in unserem Leitfaden für das perfekte Bewerbungsschreiben für eine Wohnung vorbei.
Nimm dir die fünf extra Minuten, um dein Anschreiben individuell anzupassen. Dieser kleine Mehraufwand ist oft der entscheidende Schritt, der dir die Einladung zur Besichtigung sichert.
So überzeugst du bei der Wohnungsbesichtigung
Du hast es geschafft, eine Einladung zur Besichtigung zu bekommen – herzlichen Glückwunsch! Auf dem heutigen Wohnungsmarkt ist das schon die halbe Miete. Jetzt kommt der entscheidende Moment, in dem du persönlich punkten musst. Es geht um viel mehr als nur pünktlich zu sein und einen gepflegten Eindruck zu machen. Hier zeigst du dem Vermieter, dass du der ideale Mieter bist.

Betrachte den Besichtigungstermin als deine Bühne. Nutze die Chance, um echtes und fundiertes Interesse zu zeigen. Das gelingt am besten, wenn du gut vorbereitet bist und die richtigen Fragen stellst. Ein souveräner Auftritt kann der letzte, entscheidende Schritt auf dem Weg zum Mietvertrag sein und dich von Dutzenden anderen Bewerbern abheben.
Zeige Interesse durch kluge Fragen
Vermieter und Makler merken sofort, ob du dich wirklich mit der Wohnung auseinandersetzt. Anstatt nur stumm durch die Räume zu laufen, solltest du gezielte Fragen stellen. Das signalisiert nicht nur dein ernsthaftes Interesse, sondern hilft dir auch, wichtige Details für deine eigene Entscheidung zu sammeln.
Hier sind ein paar Fragen, die dich gut dastehen lassen:
- Fragen zur Hausgemeinschaft: „Wie würden Sie die Nachbarschaft im Haus beschreiben? Eher junge Leute, Familien oder eine bunte Mischung?“
- Fragen zu den Kosten: „Gibt es eine Staffelmiete oder Indexmiete? Und wie hoch waren die Nebenkostenabrechnungen der Vormieter in den letzten Jahren ungefähr?“
- Fragen zur Ausstattung: „Welche Internetanbieter sind hier verfügbar und welche Geschwindigkeit ist möglich?“
Solche Fragen beweisen, dass du langfristig planst und an einem harmonischen Miteinander interessiert bist. Eine Wohnungsbesichtigung fühlt sich oft wie ein Bewerbungsgespräch an. Es geht darum, einen guten Eindruck zu machen, aber auch darum, mögliche Fallstricke zu erkennen. Hier findest du wertvolle Tipps, um Herausforderungen in Bewerbungsgesprächen meistern.
Verstehe die Perspektive des Vermieters
Der Wohnungsmarkt ist nicht nur für Mieter ein hartes Pflaster. Stell dir vor: Eine Studie zeigt, dass für rund 60 Prozent der Deutschen eine Wohnung ohne Balkon oder Garten ein absolutes No-Go ist. Gleichzeitig möchten zwei Drittel nicht in einer lauten Gegend wohnen. Diese hohen Ansprüche treffen auf ein knappes Angebot, weshalb Vermieter extrem wählerisch sind, wem sie ihr Eigentum anvertrauen.
Dein Ziel ist es, dem Vermieter das Gefühl zu geben, dass seine Wohnung bei dir in den besten Händen ist. Betone deine Zuverlässigkeit und dein Interesse an einem langfristigen Mietverhältnis. Das ist oft mehr wert als das höchste Gehalt.
Sei offen und ehrlich, aber verkauf dich gut. Ein freundliches Lächeln, ein fester Händedruck und eine positive Ausstrahlung können Wunder wirken. Und der ultimative Profi-Tipp: Habe deine bereits vorbereitete Bewerbungsmappe direkt dabei – entweder ausgedruckt oder noch besser, per QR-Code digital griffbereit. Das hinterlässt einen bleibenden, professionellen Eindruck und zeigt, dass du es ernst meinst.
Nachfassen, aber richtig: Wie du dranbleibst, ohne zu nerven
Die Besichtigung ist durch, du hast einen super Eindruck hinterlassen – perfekt! Aber was jetzt? Genau hier werden viele unsicher. Die einen verfallen in nervöses Abwarten, die anderen bombardieren den Vermieter regelrecht mit Nachrichten. Beides ist, ehrlich gesagt, nicht der Hit. Die Kunst liegt darin, einen smarten Mittelweg zu finden, der dein Interesse zeigt, dich aber nicht verzweifelt wirken lässt.
Sobald die Tür hinter dem letzten Bewerber ins Schloss gefallen ist, beginnt für den Anbieter die Qual der Wahl. Er sichtet Unterlagen, vergleicht Kandidaten und überlegt, wer am besten ins Haus passt. Hier ist also ein bisschen strategische Geduld gefragt, kombiniert mit einem kleinen, professionellen Stupser zur richtigen Zeit.
Der Trick mit der Dankes-Mail
Eine kurze, nette Mail nach der Besichtigung ist eine wahre Geheimwaffe. Damit hebst du dich sofort von der Masse ab, denn kaum jemand macht sich diese kleine Mühe. Aber Achtung beim Timing!
Schick die Mail am besten innerhalb von 24 Stunden nach dem Termin. So bist du noch frisch im Gedächtnis, wirkst aber nicht übereifrig oder aufdringlich.
Fass dich kurz und komm auf den Punkt. Bedank dich für die Zeit und die nette Führung, bestätige noch mal dein ernstes Interesse und erwähne vielleicht ein, zwei Details, die dir besonders gut gefallen haben. Das zeigt, dass du wirklich bei der Sache warst und nicht nur eine von zwanzig Besichtigungen „abgearbeitet“ hast.
So könnte das aussehen:
- Betreff: Kurzes Dankeschön zur Besichtigung – [Straße und Hausnummer]
- Text: „Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name], vielen Dank nochmal für den freundlichen Termin gestern in der Musterstraße 123. Der helle Wohnbereich und der Blick ins Grüne haben es mir wirklich angetan. Ich wollte hiermit nur kurz mein großes Interesse an der Wohnung bekräftigen. Meine Unterlagen haben Sie ja bereits vollständig erhalten. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“
Ganz einfach, oder? Diese kleine Geste ist unaufdringlich, professionell und zeigt vor allem eines: Wertschätzung.
Absagen sind kein Beinbruch – im Gegenteil!
Klar, eine Absage ist immer blöd. Aber sie gehört bei der Wohnungssuche einfach dazu und ist absolut kein Weltuntergang. Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, kannst du die Situation sogar für dich nutzen.
Antworte auch auf eine Absage mit einer kurzen, freundlichen Mail. Bedank dich für die ehrliche Rückmeldung und frag einfach mal höflich nach, ob man dich vielleicht für zukünftige Angebote im Hinterkopf behalten könnte. Du glaubst gar nicht, wie oft der ausgewählte Mieter kurzfristig doch noch abspringt oder eine andere Wohnung im selben Haus frei wird. Wer hier positiv und souverän reagiert, bleibt als netter Kontakt in Erinnerung – und sichert sich so vielleicht eine zweite Chance, ganz ohne neue Suche.
Die letzten Schritte vor deinem neuen Zuhause
Du hast eine Zusage bekommen – herzlichen Glückwunsch! Genau auf diesen Moment hast du hingearbeitet. Aber bevor du jetzt den Sekt köpfst, kommt der wichtigste Teil: der finale Check. Ein genauer Blick ins Kleingedruckte kann dir später richtig viel Ärger und Geld sparen. Glaube mir, das ist die bestinvestierte Zeit im ganzen Prozess.
Nimm dir den Mietvertrag und lies ihn in aller Ruhe durch, am besten nicht zwischen Tür und Angel. Jede einzelne Klausel hat ihre Bedeutung – und oft auch ihre Tücken.
Was du im Mietvertrag genau prüfen musst
Hier sind die Knackpunkte, auf die du unbedingt achten solltest, bevor du deine Unterschrift setzt. Und wenn dir irgendwas komisch vorkommt: Frag nach! Das ist dein gutes Recht und zeigt dem Vermieter nur, dass du die Sache ernst nimmst.
- Die Kostenaufstellung: Sind Kaltmiete, Nebenkosten und die daraus resultierende Warmmiete sauber und verständlich aufgeschlüsselt? Ganz wichtig: Stimmen die Zahlen mit den Angaben aus dem Inserat überein?
- Schönheitsreparaturen: Hier wird oft getrickst. Halte Ausschau nach starren Fristen („alle drei Jahre streichen“) oder Klauseln, die dir mehr aufbürden, als gesetzlich erlaubt ist. Viele Vermieter versuchen hier, ihre Verantwortung auf dich abzuwälzen.
- Haustierhaltung: Ist die Haltung von Haustieren klar geregelt – also entweder explizit erlaubt oder verboten? Schwammige Formulierungen wie „nach Absprache“ können später schnell zu Streit führen.
- Kündigungsfristen: Gibt es einen Kündigungsausschluss? Manchmal versuchen Vermieter, dich für ein oder zwei Jahre an den Vertrag zu binden. Das musst du dir gut überlegen, falls du flexibel bleiben willst.
Gerade bei den Kosten solltest du ganz genau hinschauen. Ein Mietvertrag ist eine riesige finanzielle Verpflichtung, vor allem in einem Markt, in dem die Preise gefühlt nur eine Richtung kennen: nach oben. Ein sorgfältiger Check gibt dir einfach Sicherheit für die Zukunft.
Ob Miete oder Kauf, die finanzielle Belastung ist enorm. Nur mal zum Vergleich: Der durchschnittliche Kaufpreis für ein Eigenheim wird für 2025 auf rund 3.081 Euro pro Quadratmeter geschätzt. Die Preise sind seit 2012 um krasse 109,4 Prozent gestiegen, und ein Ende ist nicht in Sicht. In 82 Prozent der deutschen Regionen wird sogar ein weiterer Anstieg erwartet. Mehr zu den Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt kannst du hier nachlesen.
Wenn im Vertrag aber alles passt und dein Bauchgefühl stimmt, dann steht deinem neuen Zuhause nichts mehr im Weg. Viel Spaß beim Einrichten!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Am Ende tauchen doch immer wieder dieselben Fragen auf. Ich habe hier mal die häufigsten gesammelt und gebe dir ein paar schnelle, praxiserprobte Antworten mit auf den Weg. So kannst du typische Stolperfallen vermeiden und deine Suche noch ein bisschen cleverer angehen.
Wie viele Wohnungen sollte ich parallel anfragen?
Ganz klar: Qualität schlägt Quantität. Es bringt dir absolut nichts, wahllos 100 Standard-Mails rauszuhauen. Das riechen Vermieter auf zehn Meilen gegen den Wind.
Such dir lieber 5 bis 10 Wohnungen raus, die dich wirklich begeistern. Nimm dir dann die Zeit, für jede einzelne ein kurzes, persönliches Anschreiben zu formulieren. Das zeigt echtes Interesse und genau das hebt dich von der Masse ab. Deine Erfolgschancen steigen damit enorm.
Bringt ein Premium-Account auf den Portalen wirklich was?
In Städten, in denen der Wohnungsmarkt ein echtes Haifischbecken ist – denk an Berlin, München oder Hamburg – kann so ein Premium-Account tatsächlich das Zünglein an der Waage sein. Deine Bewerbung landet oft weiter oben im Posteingang des Anbieters, und manchmal siehst du neue Inserate, bevor alle anderen sie zu Gesicht bekommen.
Mein Tipp: Probier es einfach mal für einen Monat aus. Die paar Euro können sich schnell bezahlt machen, wenn sie dir den entscheidenden Zeitvorsprung verschaffen.
Was ist die beste Strategie bei einer Massenbesichtigung?
Tief durchatmen und bloß nicht untergehen. Dein Ziel ist es, positiv aufzufallen, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Warte einen ruhigen Moment ab und stelle dem Makler oder Vermieter eine gezielte, kluge Frage zur Wohnung. Also nicht „Wie groß ist die Wohnung?“, sondern etwas, das zeigt, dass du dich vorbereitet hast. Übergib deine komplette Bewerbungsmappe am besten direkt persönlich und schick noch am selben Abend eine kurze, freundliche Dankes-E-Mail hinterher. So bleibst du im Gedächtnis.
Bist du bereit, den Turbo bei deiner Wohnungssuche einzulegen und die besten Angebote vor allen anderen zu finden? Der Immobilien Bot scannt alle Portale für dich und schickt dir neue Inserate in Echtzeit direkt aufs Handy – der schnellste Weg, um deine Traumwohnung zu finden. Probier es jetzt aus auf https://www.immobilien-bot.de.