
Du suchst eine Wohnung, aber die Mieten sind einfach nicht mehr bezahlbar? Genau hier kommt der Wohnberechtigungsschein – kurz WBS – ins Spiel. Er ist praktisch deine Eintrittskarte zu günstigeren, staatlich geförderten Wohnungen und kann dir auf dem oft frustrierenden Wohnungsmarkt eine echte Chance geben, schneller eine Wohnung zu finden.
Deine Eintrittskarte für bezahlbaren Wohnraum

Stell dir den WBS wie einen Schlüssel vor, der dir Türen zu Wohnungen öffnet, die auf dem freien Markt gar nicht erst auftauchen. Diese sogenannten Sozialwohnungen werden mit öffentlichen Geldern bezuschusst. Im Gegenzug dürfen sie nur an Menschen vermietet werden, die bestimmte Kriterien erfüllen – und genau das weist du mit dem WBS nach.
Der Gedanke dahinter ist simpel: mehr Fairness. In vielen deutschen Städten schießen die Mieten durch die Decke, sodass sich Normal- und Geringverdiener kaum noch eine Bleibe leisten können. Der WBS soll dafür sorgen, dass auch du nicht aus der Stadt verdrängt wirst und weiterhin bezahlbaren Wohnraum findest.
Wer kann einen WBS beantragen?
Grundsätzlich richtet sich der Schein an Haushalte mit einem eher kleinen Geldbeutel. Aber das betrifft viel mehr Menschen, als du vielleicht denkst.
Die folgende Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welche Personengruppen typischerweise anspruchsberechtigt sind und warum der WBS für dich eine große Hilfe darstellt.
Wer kann einen WBS beantragen? Ein schneller Überblick
| Personengruppe | Typische Situation | Warum der WBS dir hilft |
|---|---|---|
| Studierende & Azubis | Geringes eigenes Einkommen, oft auf BAföG oder kleine Gehälter angewiesen. | Ermöglicht dir den Zugang zu Wohnungen, die sonst finanziell unerreichbar wären. |
| Familien | Das Einkommen reicht für den Alltag, aber nicht für die hohen Mieten einer größeren Wohnung. | Für Kinder gelten Freibeträge, die deine Chance auf einen WBS deutlich erhöhen. |
| Alleinerziehende | Ein Einkommen muss für mindestens zwei Personen reichen, was die Wohnungssuche erschwert. | Bietet dir gezielte Unterstützung für eine oft finanziell angespannte Lebenslage. |
| Rentner:innen | Die Rente ist oft knapp bemessen und deckt die steigenden Wohnkosten kaum. | Sichert dir bezahlbaren Wohnraum im Alter und beugt Altersarmut vor. |
| Menschen mit Behinderung | Oft mit zusätzlichen Ausgaben oder geringerem Einkommen konfrontiert. | Spezielle Regelungen und Freibeträge erleichtern dir den Zugang zu passenden Wohnungen. |
Wie du siehst, ist der Kreis der Berechtigten also ziemlich groß. Der WBS ist nicht nur für Sozialhilfeempfänger gedacht, sondern für einen breiten Teil der Gesellschaft.
Im Kern ist der WBS ein offizielles Dokument, das du beim Wohnungsamt deiner Stadt oder Gemeinde beantragst. Entscheidend dafür ist dein Nettoeinkommen der letzten 12 Monate.
Die Nachfrage ist riesig und zeigt, wie angespannt die Lage ist: Von den über 23 Millionen Mieterhaushalten in Deutschland könnten theoretisch fast die Hälfte – rund 11,5 Millionen – einen WBS beantragen. Dem stehen aber nur noch etwa 1 Million Sozialwohnungen gegenüber. Diese Zahlen machen klar, wie wichtig es ist, deine Rechte zu kennen und den Antrag zu stellen. Mehr zur aktuellen Situation kannst du direkt beim Deutschen Mieterbund nachlesen.
Ob du am Ende wirklich einen Schein bekommst, hängt von den Einkommensgrenzen ab, die jedes Bundesland selbst festlegt. Zusätzliche Infos zur Budgetplanung findest du auch in unserem Artikel über die Kosten beim Mieten einer Wohnung.
In den nächsten Abschnitten nehmen wir dich an die Hand: Wir zeigen dir die genauen Einkommensgrenzen, führen dich Schritt für Schritt durch den Antrag und geben dir die besten Tipps, wie du mit einem WBS schnell eine passende Wohnung findest.
Die Einkommensgrenzen für den WBS: Liegst du drüber oder drunter?
So, jetzt geht’s ans Eingemachte. Ob du einen WBS bekommst oder nicht, hängt fast immer von einer einzigen Frage ab: Wie hoch ist dein Einkommen? Aber keine Panik, das ist oft weniger kompliziert, als es klingt. Lass uns das mal gemeinsam auseinandernehmen, damit du deine Chancen ganz entspannt einschätzen kannst.
Der entscheidende Punkt ist: Das Amt schaut nicht auf dein Bruttogehalt, sondern auf dein anrechenbares Jahreseinkommen. Stell dir das so vor: Die Behörde nimmt dein Nettoeinkommen der letzten 12 Monate als Basis und zieht davon dann verschiedene Pauschalen und Freibeträge ab. Was am Ende übrig bleibt, ist dein anrechenbares Einkommen – und nur diese Zahl wird mit den offiziellen Grenzwerten verglichen.
Genau hier liegt oft das Missverständnis. Viele Leute werfen einen Blick auf ihren Kontoauszug, sehen ihr monatliches Netto und denken sofort: „Ach, ich verdiene eh zu viel.“ Doch durch die Abzüge, die das Amt vornimmt, schrumpft das für den WBS relevante Einkommen oft ganz erheblich.
Wie dein Einkommen für den Antrag berechnet wird
Im Grunde läuft die Berechnung immer nach dem gleichen Schema ab. Zuerst werden von deinem Bruttoeinkommen die üblichen Verdächtigen abgezogen: Steuern, Sozialabgaben und eine Werbungskostenpauschale. Wichtig: Kindergeld zählt übrigens nie als Einkommen!
Was dann rauskommt, ist quasi dein bereinigtes Nettoeinkommen. Und jetzt kommt der Trick, der deine Chancen auf einen WBS deutlich erhöhen kann: die Freibeträge.
Der wichtigste Tipp: Dein anrechenbares Einkommen ist fast immer niedriger als dein echtes Nettoeinkommen. Jeder Freibetrag, der auf dich zutrifft, drückt diese Zahl weiter nach unten und bringt dich der Berechtigung für einen WBS ein Stück näher.
Es gibt eine ganze Reihe von Lebenssituationen, in denen du von diesen Abzügen profitieren kannst.
- Für jedes Kind, das bei dir im Haushalt lebt, gibt es einen Freibetrag.
- Alleinerziehende bekommen einen zusätzlichen Bonus, um ihre besondere Situation zu würdigen.
- Junge Ehepaare (unter 40 Jahre alt und nicht länger als 5 Jahre verheiratet) erhalten ebenfalls einen Freibetrag.
- Bei einer anerkannten Schwerbehinderung oder wenn eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, wird ein ordentlicher Betrag vom Einkommen abgezogen.
Gerade diese Freibeträge sind oft das Zünglein an der Waage, das darüber entscheidet, ob du knapp über oder unter der Grenze landest. Es lohnt sich also absolut, hier ganz genau hinzuschauen.
Achtung: Die Grenzen sind in jedem Bundesland anders
Ein ganz entscheidender Punkt: Es gibt keine einheitliche Einkommensgrenze für ganz Deutschland. Jedes Bundesland kocht hier sein eigenes Süppchen, und die Unterschiede sind teilweise riesig. Der Bund gibt zwar einen Basiswert vor, aber die meisten Länder – allen voran die teuren Stadtstaaten – haben ihre eigenen, höheren Grenzen festgelegt.
Der Bundesrichtwert für einen Ein-Personen-Haushalt liegt bei 12.000 Euro netto im Jahr. Das klingt erstmal extrem niedrig, aber in der Praxis sieht es oft anders aus.
- In Berlin liegt die Grenze bei 16.800 Euro.
- In Hamburg sind es sogar 17.400 Euro.
- Schleswig-Holstein wiederum hat eine Grenze von 14.400 Euro.
Du siehst also, wie wichtig es ist, dich immer über die genauen Werte in deinem Bundesland zu informieren. Die Situation ist paradox: Statistisch gesehen haben etwa 13,5 Millionen Menschen in Deutschland potenziell Anspruch auf einen WBS, weil sie als armutsgefährdet gelten. Demgegenüber stehen aber nur rund 1 Million geförderte Sozialwohnungen. Mehr zu dieser Schieflage und den regionalen Unterschieden findest du in aktuellen Berichten zum Zustand des Sozialwohnungsbaus.
Um das Ganze noch ein bisschen spannender zu machen, gibt es oft verschiedene WBS-Typen. In Berlin zum Beispiel existieren der WBS 100, WBS 140 oder WBS 180. Diese Zahlen geben an, um wie viel Prozent du die Einkommensgrenze für eine bestimmte Wohnung überschreiten darfst. Damit soll auch Haushalten mit etwas mehr Geld der Zugang zu gefördertem Wohnraum ermöglicht und eine bessere soziale Durchmischung in den Vierteln erreicht werden. Schau also im Wohnungsinserat immer genau nach, welcher WBS-Typ gefordert ist.
So kommst du Schritt für Schritt zu deinem WBS
Ein Antrag beim Amt? Klingt erstmal nach jeder Menge Papierkram und Kopfzerbrechen. Aber keine Sorge, das muss es nicht sein. Wir zeigen dir hier, wie du den Antrag ganz entspannt über die Bühne bringst und ohne Umwege zu deinem Wohnberechtigungsschein kommst.
Das Wichtigste zuerst: Du brauchst noch keine konkrete Wohnung im Auge zu haben, um den WBS zu beantragen. Ganz im Gegenteil! Am besten kümmerst du dich so früh wie möglich darum. Dann hast du das Papier schon in der Tasche, wenn deine Traumwohnung auftaucht, und kannst sofort zuschlagen.
Schritt 1: Das richtige Amt ausfindig machen
Okay, wo fängst du an? Zuerst musst du herausfinden, welche Behörde für dich zuständig ist. Die Regel ist eigentlich ganz simpel: Den Antrag stellst du immer in der Stadt oder Gemeinde, in der du aktuell gemeldet bist. Meistens ist das das Wohnungsamt, in manchen Städten aber auch das Bürger- oder Bezirksamt.
Und wenn du in eine neue Stadt ziehen willst, in der du noch nicht gemeldet bist? Auch kein Problem. Dann wendest du dich einfach an das Wohnungsamt deines zukünftigen Wohnortes. Eine schnelle Google-Suche nach „Wohnberechtigungsschein beantragen [Name deiner Zielstadt]“ bringt dich direkt auf die richtige Spur.
Schritt 2: Alle Unterlagen zusammensuchen
Eine gute Vorbereitung ist hier wirklich alles und erspart dir später eine Menge Rennerei und Rückfragen. Das Amt braucht nämlich einige Dokumente von dir, um zu prüfen, ob du die Voraussetzungen erfüllst.
Kleiner Profi-Tipp: Reiche immer nur Kopien ein und behalte die Originale sicher bei dir. Ein unvollständiger Antrag verzögert nur alles unnötig, also nimm dir lieber fünf Minuten extra Zeit für einen letzten Check.
Hier ist eine kleine Checkliste, was du in der Regel alles brauchst:
- Antragsformular: Das offizielle Formular kriegst du meistens direkt auf der Webseite deines Wohnungsamtes zum Herunterladen.
- Einkommenserklärung: Ein extra Formular, in das du die Einkünfte aller Personen einträgst, die mit dir einziehen.
- Einkommensnachweise: Dazu gehören die Lohn- und Gehaltsabrechnungen der letzten 12 Monate, dein aktueller Renten- oder BAföG-Bescheid oder der Bewilligungsbescheid vom Jobcenter.
- Ausweiskopien: Eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses von jeder Person im Haushalt.
- Meldebescheinigung: Ein aktueller Nachweis, wo du gerade wohnst.
Je nachdem, wie deine Lebenssituation aussieht, können noch weitere Papiere dazukommen:
- Partnerschaftserklärung: Wenn du mit deinem Partner zusammenziehst, ihr aber nicht verheiratet seid.
- Geburtsurkunden der Kinder: Damit die Freibeträge für deine Kids berücksichtigt werden.
- Schwerbehindertenausweis: Um zusätzliche Freibeträge geltend zu machen.
- Studienbescheinigung: Klar, wenn du immatrikuliert bist.
Wir haben übrigens auch eine komplette Liste mit allen Dokumenten zusammengestellt, die du nicht nur für den WBS, sondern generell für Wohnungsbesichtigungen parat haben solltest. Mehr dazu findest du in unserem Guide zu den wichtigsten Unterlagen für die Wohnungsbesichtigung.
Schritt 3: Den Antrag ausfüllen und abschicken
Nimm dir einen Moment Zeit und fülle den Antrag in Ruhe und vor allem wahrheitsgemäß aus. Ein typischer Stolperstein ist die Angabe des Einkommens – hier musst du wirklich alle Einkünfte des gesamten Haushalts angeben.
Diese Grafik zeigt ganz gut, wie das Ganze berechnet wird. Dein Nettoeinkommen ist nämlich nicht die Zahl, die am Ende zählt.

Wie du siehst, werden vom Netto erst noch verschiedene Freibeträge abgezogen. Das Ergebnis ist dein anrechenbares Einkommen, und das liegt oft deutlich unter dem, was tatsächlich auf deinem Konto landet.
Sobald du den ganzen Papierkram beisammen hast, reichst du den Antrag ein. Viele Städte machen es einem heute leicht und bieten an, alles komplett online zu erledigen und die Dokumente hochzuladen. Das geht am schnellsten. Natürlich kannst du die Unterlagen auch klassisch per Post schicken oder persönlich beim Amt vorbeibringen.
Danach heißt es kurz abwarten. Die Bearbeitung dauert je nach Stadt und Arbeitsaufkommen zwischen zwei und sechs Wochen.
Sollte dein Antrag abgelehnt werden – keine Panik! Du bekommst einen schriftlichen Bescheid mit einer Begründung, gegen den du Widerspruch einlegen kannst. Oft ist es nur ein kleines Missverständnis oder ein fehlendes Dokument, das sich schnell nachreichen und klären lässt.
Was in deinem Bundesland zählt: Regionale Unterschiede beim WBS
Mal ehrlich, du hast es dir wahrscheinlich schon gedacht: In Deutschland ist nicht alles gleich, schon gar nicht beim Wohnberechtigungsschein. Jedes Bundesland kocht hier sein eigenes Süppchen. Das bedeutet im Klartext: Ein WBS aus Hamburg ist für die Wohnungssuche in München leider komplett wertlos.
Diese regionalen Unterschiede sind super wichtig für deine Taktik. Du musst wissen, welche Regeln genau dort gelten, wo du hinziehen möchtest.
Der größte und wichtigste Unterschied ist ganz klar die Einkommensgrenze. Zwar gibt es einen Basiswert vom Bund, aber fast alle Bundesländer haben diesen an ihre eigene Wirtschaftskraft und die lokalen Mieten angepasst. Logisch, oder? In teuren Städten wie München, Hamburg oder Berlin sind die Grenzen deshalb oft viel höher als auf dem Land in Sachsen-Anhalt.
Für dich heißt das: Nur weil du in einem Bundesland vielleicht knapp drüber liegst, könntest du in einem anderen noch locker anspruchsberechtigt sein. Es lohnt sich also, ganz genau hinzuschauen und dich immer über die Zahlen an deinem Wunsch-Wohnort zu informieren.
Dringlichkeitsstufen: Deine Überholspur zur Wohnung?
In manchen Bundesländern gibt es noch einen extra Kniff: die sogenannten Dringlichkeitsstufen oder den Vermerk „besonderer Wohnbedarf“. Das ist quasi ein Stempel auf deinem WBS, der dem Vermieter zeigt: „Achtung, diese Person braucht besonders dringend Hilfe!“
Wann bekommst du so einen Vermerk? Hier ein paar typische Fälle:
- Du wohnst in viel zu engen Verhältnissen, zum Beispiel mit Kindern in einer Einzimmerwohnung.
- Dir droht die Obdachlosigkeit, etwa weil eine Zwangsräumung bevorsteht.
- Deine aktuelle Wohnung macht dich krank (z. B. wegen massivem Schimmel).
- Du hast eine schwere Behinderung und brauchst dringend eine barrierefreie Wohnung, die du gerade nicht hast.
Dieser kleine Vermerk kann deine Chancen enorm steigern. Manche Sozialwohnungen werden sogar nur an Leute mit einer hohen Dringlichkeit vergeben. Prüf also genau, ob einer dieser Punkte auf dich zutrifft, wenn du den Antrag ausfüllst!
Die Einkommensgrenzen im direkten Vergleich
Damit du ein besseres Gefühl für die krassen Unterschiede bekommst, haben wir mal die ungefähren Einkommensgrenzen für einen 1-Personen-Haushalt in ein paar Bundesländern zusammengestellt. Aber Achtung: Das sind nur Richtwerte, die sich auch mal ändern können!
Diese Tabelle zeigt die unterschiedlichen jährlichen Netto-Einkommensgrenzen für einen Single-Haushalt in ausgewählten Bundesländern, um die regionalen Unterschiede deutlich zu machen.
Vergleich der WBS Einkommensgrenzen 2026 für einen 1-Personen-Haushalt
| Bundesland | Einkommensgrenze (ca. Netto/Jahr) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Berlin | 16.800 € (WBS 140) | Hat ein eigenes System mit mehreren WBS-Stufen (z.B. WBS 160, 180), die auch höhere Einkommen zulassen. |
| Hamburg | 17.400 € | Wegen der hohen Lebenshaltungskosten liegt die Grenze hier oft etwas höher. |
| Bayern | 17.000 € (Stufe I in München) | Die Grenzen können je nach Stadt und Förderprogramm stark schwanken. München ist hier ein Sonderfall. |
| Nordrhein-Westfalen | 20.420 € (Gruppe A) | Hier gibt es verschiedene Einkommensgruppen (A und B), die den Zugang zu unterschiedlichen Wohnungen steuern. |
| Brandenburg | 15.600 € | Orientiert sich eher am Bundesdurchschnitt, da die Mieten abseits vom Berliner Speckgürtel deutlich niedriger sind. |
Ganz wichtig zu verstehen: Diese Zahlen sind nicht dein Brutto- oder Nettoeinkommen vom Gehaltszettel! Dein „anrechenbares Einkommen“ wird erst nach Abzug aller Freibeträge (für Kinder, Behinderungen etc.) berechnet und ist oft viel niedriger.
Mit diesem Wissen über die regionalen Feinheiten bist du schon einen riesigen Schritt weiter. Es hilft dir, deine Suche gezielt zu planen und deine Energie dort reinzustecken, wo es sich auch wirklich lohnt. Mein Tipp: Ruf immer direkt beim Wohnungsamt deiner Traumstadt an – nur dort bekommst du die topaktuellen und für dich gültigen Infos.
Wie du mit dem WBS erfolgreich eine Wohnung findest

Super, du hältst deinen Wohnberechtigungsschein in den Händen! Das ist schon mal die halbe Miete. Aber mal ehrlich: Die eigentliche Jagd nach der Wohnung geht jetzt erst los. Keine Sorge, mit der richtigen Taktik wird aus dem Papierstapel bald ein echter Mietvertrag.
Das Wichtigste zuerst: Bei der Suche nach einer Sozialwohnung ist Geschwindigkeit alles. Diese Wohnungen sind heiß begehrt und oft nur wenige Minuten online, bevor sie wieder weg sind. Du musst also verdammt schnell sein.
Wo du gezielt nach WBS-Wohnungen suchst
Vergiss die übliche Suche auf den riesigen, bekannten Portalen. Dort findest du nur selten passende Angebote. Sozialwohnungen werden über ganz andere Wege vergeben, also konzentrier dich lieber auf die richtigen Quellen:
- Kommunale Wohnungsbaugesellschaften: Das ist deine erste und wichtigste Anlaufstelle. Jede größere Stadt hat ihre eigenen Gesellschaften (wie die degewo in Berlin oder die SAGA in Hamburg), die einen riesigen Pool an Sozialwohnungen verwalten. Registrier dich dort online als suchend und lade deinen WBS direkt hoch.
- Wohnungsbaugenossenschaften: Viele Genossenschaften halten ebenfalls einen Teil ihrer Wohnungen für WBS-Inhaber frei. Oft musst du zwar Mitglied werden und Anteile kaufen, aber dafür bekommst du meist ein lebenslanges Wohnrecht zu wirklich fairen Mieten. Ein guter Deal!
- Spezielle Online-Portale: Einige Städte und Bundesländer haben eigene Plattformen für geförderte Wohnungen. In Berlin gibt es zum Beispiel das Portal der Investitionsbank Berlin (IBB). Eine kurze Google-Suche nach „Sozialwohnung [deine Stadt]“ bringt dich meist schnell ans Ziel.
Ein kleiner Geheimtipp: Frag auch mal bei kirchlichen Trägern oder kleineren, lokalen Stiftungen nach. Die haben oft auch ein paar geförderte Wohnungen im Bestand und sind nicht so überlaufen.
Der Schlüssel zum Erfolg ist, nicht nur auf ein Pferd zu setzen. Kombiniere alle Kanäle und sei an mehreren Fronten gleichzeitig aktiv. Die schiere Menge an Bewerbern bedeutet, dass du deine Chancen maximieren musst.
Der entscheidende Vorteil: Sofort-Benachrichtigungen
Der Markt für WBS-Wohnungen ist ein echter Wettlauf gegen die Zeit. Wenn du ein Inserat erst nach ein paar Stunden entdeckst, ist es meist schon zu spät. Die ersten Bewerbungen sind längst raus und die Besichtigungstermine voll.
Genau hier kommen smarte Helfer wie der Immobilien Bot ins Spiel. Statt selbst stündlich alle Webseiten abzuklappern, übernimmt er die Arbeit für dich. Er scannt ununterbrochen alle relevanten Portale – auch die der kommunalen Anbieter – und schickt dir eine Push-Benachrichtigung in Echtzeit, sobald eine neue WBS-Wohnung auftaucht.
So erfährst du als Allererster davon und kannst sofort reagieren. Dieser Zeitvorteil ist bei der Wohnungssuche pures Gold. Während andere noch suchen, ist deine Bewerbung schon auf dem Weg.
Dein Anschreiben: So stichst du aus der Masse heraus
Okay, du hast eine passende Wohnung gefunden. Jetzt muss deine Bewerbung sitzen. Vermieter von Sozialwohnungen bekommen Dutzende, manchmal Hunderte Anfragen. Ein liebloser Zweizeiler landet da sofort im Papierkorb.
Dein Anschreiben sollte kurz, freundlich und auf den Punkt sein. Zeig dem Vermieter, dass du der richtige Mieter für diese Wohnung bist.
Diese Punkte gehören unbedingt rein:
- Bezieh dich auf die Wohnung: Nenn die genaue Adresse oder die Kennziffer aus dem Inserat, damit deine Mail sofort zugeordnet werden kann.
- Bestätige die WBS-Voraussetzungen: Schreib ganz klar, dass du einen gültigen WBS für die passende Personenzahl und Wohnungsgröße hast. Wird ein spezieller Typ verlangt (z. B. WBS 140), erwähne direkt, dass du ihn besitzt.
- Stell dich kurz vor: Wer bist du? Wie viele Leute ziehen ein? Was machst du beruflich? Fass dich kurz, aber vermittle einen sympathischen und verlässlichen Eindruck.
- Zeige dein Interesse: Ein netter Satz, warum du dich für genau diese Wohnung interessierst, wirkt Wunder (z. B. „Die Lage wäre für meinen Arbeitsweg einfach perfekt“).
Ein negativer SCHUFA-Eintrag kann die Suche natürlich erschweren. Falls du dir Sorgen um deine Bonität machst, gibt dir unser Artikel zum Thema Wohnung finden trotz SCHUFA ein paar echt hilfreiche Tipps an die Hand.
Bleib bei der Suche realistisch und hab Geduld. Es kann eine Weile dauern, bis es klappt. Nutze die Zeit, um deine Unterlagen perfekt vorzubereiten, damit du sofort zuschlagen kannst, wenn die richtige Chance kommt.
Häufige Fragen zum Wohnberechtigungsschein
Um den WBS ranken sich einige Mythen und hartnäckige Gerüchte. Zeit, mal aufzuräumen! Hier klären wir die Fragen, die dir vielleicht im Kopf herumschwirren – ganz ohne Amtsdeutsch, versprochen.
Verliere ich die Sozialwohnung, wenn mein Einkommen später steigt?
Nein, das ist einer der größten Irrglauben überhaupt. Hast du einmal einen Mietvertrag für eine geförderte Wohnung in der Tasche und bist rechtmäßig eingezogen, darfst du auch dort bleiben. Dein Mietvertrag wird nicht plötzlich ungültig, nur weil du eine Gehaltserhöhung bekommst.
Allerdings kann es sein, dass deine Stadt oder Gemeinde dann eine sogenannte „Fehlbelegungsabgabe“ von dir verlangt. Stell es dir wie eine Art Ausgleichszahlung vor, weil du die Wohnung nun quasi „blockierst“, obwohl du sie dir auch ohne Förderung leisten könntest. Die Regeln dafür sind aber in jedem Bundesland anders – eine pauschale Antwort gibt es da leider nicht.
Wie lange ist mein Wohnberechtigungsschein gültig?
Dein WBS ist nach der Ausstellung genau ein Jahr lang gültig. In diesen 12 Monaten musst du den Mietvertrag für eine passende Sozialwohnung unterschreiben. Lässt du diese Frist verstreichen, verfällt der Schein und das ganze Antragsverfahren beginnt von vorn.
Ganz wichtig ist auch: Ein WBS gilt fast immer nur für das Bundesland, in dem du ihn beantragt hast. Ein WBS aus München hilft dir bei der Wohnungssuche in Hamburg also leider gar nicht. In dem Fall müsstest du den Antrag direkt in Hamburg stellen.
Ein WBS ist also kein Freifahrtschein auf Lebenszeit, sondern ein zeitlich begrenztes Ticket für die aktive Wohnungssuche. Beantrage ihn am besten erst dann, wenn du wirklich startklar für die Suche bist.
Bekomme ich als Student oder Azubi einen WBS?
Absolut, deine Chancen stehen oft sogar ziemlich gut! Viele Studierende und Azubis haben ja eher schmale Einkünfte und fallen damit genau in die Zielgruppe für eine geförderte Wohnung. Die meisten denken gar nicht erst daran, dass sie anspruchsberechtigt sein könnten.
Eine kleine Hürde kann es geben: Wenn du schon BAföG mit einem Wohnzuschuss bekommst, könntest du je nach Stadt vom WBS ausgeschlossen werden. Weil die Ämter das aber sehr unterschiedlich handhaben, ist eine kurze Nachfrage bei deinem Wohnungsamt immer der beste Weg, um sicherzugehen.
Zählt das Gehalt meines Partners auch, wenn wir nicht verheiratet sind?
Ja, auf jeden Fall. Für den WBS zählt immer das Gesamteinkommen des Haushalts. Es ist also völlig egal, ob ihr verheiratet seid, in einer eingetragenen Partnerschaft lebt oder als Paar einfach nur zusammenziehen wollt.
Die Einkommen aller Personen, die in die Wohnung einziehen, werden zusammengerechnet. Bildet ihr also eine sogenannte „Wirtschaftsgemeinschaft“, wird auch gemeinsam gerechnet. Eine gute Nachricht gibt's aber: Das Kindergeld wird dabei nie als Einkommen gezählt.
Die Suche nach einer Wohnung, gerade mit WBS, kann echt zermürbend sein. Die guten Angebote sind rar und oft sofort wieder weg. Um deine Chance zu nutzen, musst du einfach schneller sein als die Konkurrenz. Der Immobilien Bot ist der schnellste Weg, um Inserate zu finden, denn er scannt für dich rund um die Uhr die wichtigsten Portale und schickt dir sofort eine Nachricht, wenn eine passende WBS-Wohnung auftaucht – alles an einem Ort.
Teste jetzt den Immobilien Bot und finde dein neues Zuhause!