Wenn du eine neue Wohnung mietest, kommt fast immer ein Thema auf den Tisch, das am Anfang ganz schön ins Geld gehen kann: die Mietkaution. Aber keine Sorge, das ist kein verlorenes Geld.

Stell es dir am besten wie eine Art Pfand vor, das du beim Vermieter hinterlegst. Es ist also keine Vorauszahlung auf die Miete oder eine versteckte Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung. Der Vermieter behält sie für den Fall, dass du beim Auszug offene Mietschulden hast oder Schäden in der Wohnung hinterlässt.

Was du über die Mietkaution wissen musst

Hände übergeben Schlüssel und Dokumente vor einer Haustür mit dem Banner 'MIETKAUTION Erklart'.

Die Mietkaution ist ein ganz normaler und zentraler Punkt in fast jedem deutschen Mietvertrag. Sie gibt dem Vermieter eine finanzielle Absicherung, falls du deinen Pflichten aus dem Vertrag nicht nachkommst. Das klingt erstmal ein bisschen streng, schützt aber letztlich beide Seiten und ist ein etabliertes Verfahren.

Das Wichtigste zuerst: Das Geld gehört weiterhin dir! Dein Vermieter darf es nicht einfach in die eigene Tasche stecken oder mit seinem Privatvermögen vermischen. Im Gegenteil, er ist gesetzlich dazu verpflichtet, deine Kaution getrennt von seinem Vermögen anzulegen, meist auf einem speziellen Kautionskonto. Und das Beste daran: Die Zinsen, die das Geld erwirtschaftet, stehen dir zu.

Wofür ist die Kaution eigentlich da?

Im Grunde ist die Kaution eine Art Vertrauensvorschuss. Sie sichert den Vermieter gegen ein paar typische Risiken ab, die während oder nach deiner Mietzeit auftreten können.

Dazu gehören vor allem diese drei Punkte:

  • Offene Mietzahlungen: Wenn du zum Ende des Mietverhältnisses noch Miete schuldig bist, kann der Vermieter die Summe von der Kaution abziehen.
  • Schäden an der Wohnung: Normale Gebrauchsspuren wie kleine Kratzer im Boden sind völlig in Ordnung. Wenn aber größere Schäden entstanden sind – zum Beispiel ein Sprung im Waschbecken oder tiefe Dellen in der Tür –, kann die Reparatur mit der Kaution bezahlt werden.
  • Ausstehende Nebenkosten: Oft steht die letzte Nebenkostenabrechnung bei deinem Auszug noch aus. Falls sich daraus eine Nachzahlung ergibt, darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution dafür einbehalten, bis die Abrechnung final ist.

Stell dir die Kaution einfach wie das Pfand für eine Glasflasche vor. Du bringst die Flasche unbeschädigt zurück und bekommst dein Geld wieder. Bei einer Wohnung ist es ganz ähnlich: Du übergibst sie in einem guten Zustand, und schon bekommst du deine Kaution komplett zurück.

Die Höhe der Kaution ist übrigens nicht willkürlich. Der Gesetzgeber hat eine klare Obergrenze festgelegt, damit Mieter nicht über den Tisch gezogen werden. Was das genau bedeutet, welche Zahlungsarten es gibt und wie du sicherstellst, dass du dein Geld am Ende zügig und vollständig wiedersiehst, klären wir in den nächsten Abschnitten.

Die Kaution ist natürlich nur einer der Kosten beim Mieten einer Wohnung, die auf dich zukommen. Es lohnt sich, von Anfang an den vollen Überblick zu haben, um finanziell gut vorbereitet zu sein und entspannt ins neue Zuhause zu starten.

Wir führen dich jetzt Schritt für Schritt durch alles, was du zum Thema Mietkaution wissen musst. Mit dem richtigen Wissen bist du auf der sicheren Seite und vermeidest typische Fallstricke.


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Die rechtlichen Spielregeln: Wie hoch darf die Kaution sein?

Wenn du eine neue Wohnung suchst, ist die Kaution oft ein dicker Brocken im Umzugsbudget. Aber keine Sorge, du bist nicht den Launen des Vermieters ausgeliefert. Der Gesetzgeber hat hier ganz klare und faire Spielregeln aufgestellt, damit du nicht über den Tisch gezogen wirst. Diese Regeln sind fest im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert.

Dein wichtigster Ankerpunkt ist dabei der § 551 BGB. Er sorgt dafür, dass die Forderungen auf dem Teppich bleiben und schützt dich vor finanzieller Überforderung gleich zu Beginn des Mietverhältnisses.

Die magische Grenze: Drei Nettokaltmieten

Die alles entscheidende Regel ist ganz einfach: Dein Vermieter darf maximal drei Monatsmieten als Sicherheit verlangen. Wichtig ist hier das kleine, aber feine Detail: Es zählt nur die Nettokaltmiete. Also der reine Mietpreis für die Wohnung, ohne irgendwelche Nebenkosten wie Heizung, Wasser oder Müllabfuhr.

Sämtliche Vorauszahlungen für die Betriebskosten müssen bei der Berechnung der Kaution also komplett außen vor bleiben. Das ist eine klare Trennung, die verhindert, dass die Sicherheitsleistung durch hohe Nebenkosten künstlich in die Höhe getrieben wird.

Stellen wir uns das mal an einem konkreten Beispiel vor:

  • Deine Traumwohnung kostet 800 € Kaltmiete im Monat.
  • Dazu kommen noch 150 € Nebenkostenvorauszahlung.
  • Die maximale Kaution, die verlangt werden darf, ist also: 3 x 800 € = 2.400 €.

Die 150 € für die Nebenkosten spielen für die Kautionshöhe absolut keine Rolle. Sollte dein Vermieter mehr als diese 2.400 € fordern, ist das schlichtweg nicht rechtens – selbst wenn es so im Mietvertrag steht. Das Gesetz ist an dieser Stelle stärker als jede Vertragsklausel.

In der Praxis siehst du natürlich eine riesige Spanne bei den Kautionssummen, je nach Stadt und Wohnung oft zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Aber die Obergrenze von drei Nettokaltmieten gilt für Wohnraum immer. Witzigerweise ist das bei Gewerbeimmobilien ganz anders; da sind höhere Kautionen die Regel. Das zeigt, wie stark der Gesetzgeber private Mieter schützen will.

Diese Deckelung ist dein Schutzschild gegen willkürliche Forderungen. Wenn du noch tiefer in die Materie einsteigen willst, wie die Regeln in der Praxis ausgelegt werden, hat Finanztip einen super Überblick zur Mietkaution.

Dein Recht auf Ratenzahlung

Klar, die volle Kaution auf einen Schlag hinzublättern, kann ein ordentliches Loch in die Umzugskasse reißen. Aber auch daran hat der Gesetzgeber gedacht: Du hast ein fest verankertes Recht darauf, die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten zu zahlen.

  • Die erste Rate wird zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. In der Regel also, wenn du die Schlüssel in die Hand bekommst.
  • Die zweite und dritte Rate zahlst du dann ganz bequem zusammen mit der Miete in den beiden darauffolgenden Monaten.

Dieses Recht kann dir ein Vermieter nicht nehmen, auch nicht durch eine Klausel im Mietvertrag. Wenn die Kaution also eine Hürde für dich ist, sprich das Thema Ratenzahlung einfach selbstbewusst an. Es steht dir zu.

Die genauen Absprachen zur Kaution sind natürlich ein zentraler Punkt in deinem Mietvertrag. Um sicherzugehen, dass du alles richtig verstehst, lohnt es sich, wenn du dich mit dem typischen Aufbau eines deutschen Mietvertrags vertraut machst. Dann weißt du genau, worauf du achten musst.

Wohin mit der Kaution? So wird dein Geld sicher angelegt

Wohnungsschlüssel fast in der Hand, doch vorher will der Vermieter die Kaution sehen. Aber wo landet das Geld eigentlich? Einfach ein paar Scheine in die Hand drücken, ist nur eine von mehreren Optionen. Das Wichtigste ist: Dein Geld muss sicher sein – und zwar auf keinen Fall auf dem Privatkonto des Vermieters.

Das Gesetz regelt hier ganz klar, wie eine Mietkaution anzulegen ist. Dein Vermieter ist verpflichtet, das Geld insolvenzsicher und strikt getrennt von seinem eigenen Vermögen aufzubewahren. Das ist dein Schutzschild. Sollte der Vermieter Pleite gehen, ist dein Geld sicher, denn es bleibt die ganze Zeit über dein Eigentum.

Die gängigsten Wege für die Kautionszahlung im Überblick

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kaution zu hinterlegen. Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, je nachdem, was für dich und deine finanzielle Situation gerade am besten passt.

Schauen wir uns die drei häufigsten Optionen mal genauer an:

  • Das Mietkautionskonto: Der absolute Klassiker. Der Vermieter eröffnet auf deinen Namen ein spezielles Treuhandkonto und du überweist die Summe dorthin. Das Geld ist sauber von seinem Vermögen getrennt und wird zu den üblichen Sparzinsen verzinst.
  • Das Mietkautionssparbuch: Hier nimmst du das Heft selbst in die Hand. Du eröffnest ein Sparbuch und verpfändest es an den Vermieter. Die Kontrolle bleibt bei dir, aber der Vermieter kann im Schadensfall darauf zugreifen. Die Zinsen gehören natürlich dir.
  • Die Mietkautionsbürgschaft: Eine clevere Alternative, wenn du dein Geld lieber für den Umzug nutzen möchtest. Statt einer hohen Einmalzahlung bürgt eine Bank oder Versicherung für dich. Dafür zahlst du eine jährliche Gebühr, schonst aber deine Liquidität.

Wichtiger Hinweis: Die gesetzliche Pflicht zur getrennten Anlage ist kein Kavaliersdelikt. Vermischt der Vermieter deine Kaution mit seinem Privatvermögen, macht er sich sogar strafbar. Du hast jederzeit das Recht, einen Nachweis über die korrekte Anlage zu verlangen. Zögere also nicht, danach zu fragen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Die folgende Grafik hilft dir, schnell zu checken, ob die geforderte Kautionshöhe überhaupt im gesetzlichen Rahmen liegt.

Flussdiagramm zur Prüfung der Kautionshöhe für Mieten, beginnend mit Kaltmiete und Grenzwertprüfung.

Mit diesem einfachen Schema kannst du die Forderung deines Vermieters blitzschnell einordnen und sicherstellen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Zinsen für deine Kaution? Ja, bitte!

Ein Punkt, den viele Mieter gar nicht auf dem Schirm haben: Deine Kaution muss Zinsen abwerfen. Der Vermieter ist gesetzlich dazu verpflichtet, das Geld zu einem Zinssatz anzulegen, wie er für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblich ist. Klauseln im Mietvertrag, die das ausschließen, sind schlichtweg unwirksam.

In Deutschland schlummern sage und schreibe rund 25 Milliarden Euro an Mietkautionen, der Großteil davon ganz traditionell auf Sparbüchern. Dank der Zinswende werfen viele Kautionskonten wieder Zinsen zwischen 0,25 % und 1,0 % pro Jahr ab. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber über eine längere Mietdauer kommt da ein nettes Sümmchen zusammen – und das gehört am Ende dir. Falls du tiefer in die wirtschaftliche Bedeutung von Kautionen eintauchen möchtest, bietet Haus & Grund weiterführende Informationen.

Welche Kautionsart passt am besten zu dir?

Ob Barkaution, Sparbuch oder Bürgschaft – die beste Wahl hängt ganz von deiner persönlichen Situation ab. Diese Tabelle hilft dir, die passende Art der Kautionszahlung für deine Situation zu finden, indem sie die wichtigsten Optionen gegenüberstellt.

Vergleich der Kautionsarten: Vor- und Nachteile

Kautionsart Vorteile für dich als Mieter Nachteile für dich als Mieter Wann ist es sinnvoll?
Barkaution/Kautionskonto Einmalige Zahlung, keine laufenden Kosten. Am Ende bekommst du alles plus Zinsen zurück. Hohe Summe muss auf einmal aufgebracht werden und ist während der Mietzeit gebunden. Wenn du das Geld flüssig hast und eine einfache, kostengünstige Lösung suchst.
Kautionssparbuch Du behältst die Kontrolle über das Konto. Die Zinsen gehören dir. Eröffnung und Verpfändung können etwas umständlich sein. Das Geld ist ebenfalls gebunden. Wenn du eine transparente Lösung bevorzugst und die Zinsvorteile direkt sehen möchtest.
Kautionsbürgschaft Du schonst deine Ersparnisse für den Umzug. Schnelle und einfache Abwicklung. Es fallen jährliche Gebühren an, die du nicht zurückbekommst. Langfristig kann es teurer werden. Wenn das Geld für den Umzug knapp ist oder du deine Liquidität für andere Anschaffungen brauchst.

Am Ende ist die Entscheidung eine persönliche Abwägungssache. Hast du das Geld auf der hohen Kante, ist ein klassisches Kautionskonto meist der unkomplizierteste und günstigste Weg. Steht der Umzug an und jeder Euro zählt, kann eine Bürgschaft Gold wert sein, um finanziell flexibel zu bleiben.


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Deine Kaution nach dem Auszug zurückbekommen

Umzugskartons, Schlüssel und Dokumente wie 'Kaution Zurück' auf dem Boden einer leeren Wohnung.

Der Umzug ist geschafft, die letzte Kiste verstaut und die Schlüssel sind übergeben. Super! Jetzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wann siehst du deine hart verdiente Kaution wieder? Zum Glück gibt es dafür ziemlich klare Regeln. Wenn du die Spielregeln kennst, bekommst du dein Geld meistens schnell und vor allem vollständig zurück.

Klar ist: Dein Vermieter darf das Geld nicht einfach auf unbestimmte Zeit behalten. Er muss die Kaution abrechnen und dir den vollen Betrag – inklusive der Zinsen, die das Geld in der Zwischenzeit erwirtschaftet hat – zurückzahlen. Aber wie lange darf er sich dafür Zeit lassen?

Fristen für die Rückzahlung deiner Kaution

Ein festes Datum, wie etwa „exakt 14 Tage“, steht so nicht im Gesetz. Stattdessen gewährt man dem Vermieter eine angemessene „Prüfungs- und Überlegungsfrist“. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten nach dem Auszug als normal gilt.

Diese Zeit braucht der Vermieter, um zu checken, ob von deiner Seite noch etwas offen ist. Wurden Schäden in der Wohnung hinterlassen? Steht vielleicht die letzte Nebenkostenabrechnung noch aus? Das alles muss geprüft werden.

Wichtig zu wissen: Die vollen sechs Monate sind wirklich die Obergrenze und auch nur dann okay, wenn es einen triftigen Grund gibt. Wenn bei der Übergabe alles picobello war und du alle Rechnungen bezahlt hast, kannst du mit einer deutlich schnelleren Rückzahlung rechnen.

Was darf der Vermieter von der Kaution abziehen?

Dein Vermieter kann nicht einfach nach Lust und Laune Geld von der Kaution einbehalten. Das geht nur, wenn er wirklich berechtigte Ansprüche gegen dich hat. Die typischen Fälle sind:

  • Echte Schäden: Tiefe Kratzer im Parkett, die über normale Abnutzung hinausgehen, ein Sprung im Waschbecken oder Brandflecken im Teppich. Normale Gebrauchsspuren, wie leicht vergilbte Wände oder ein paar Dübellöcher, sind aber dein gutes Recht und kein Grund für Abzüge.
  • Offene Mietzahlungen: Logisch – wenn die letzte Miete nicht bezahlt wurde, wird sie mit der Kaution verrechnet.
  • Nicht erledigte Schönheitsreparaturen: Warst du laut Mietvertrag verpflichtet, beim Auszug die Wände zu streichen und hast es nicht getan? Dann kann der Vermieter die Kosten dafür von der Kaution abziehen.
  • Ausstehende Nebenkostenabrechnung: Oft ist die letzte Nebenkostenabrechnung noch nicht fertig, wenn du ausziehst. Für diesen Fall darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution zurückhalten – aber auf keinen Fall die ganze Summe! Üblich ist hier ein Betrag in Höhe von etwa drei bis vier monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen.

Wenn du tiefer ins Detail gehen möchtest, wie du am besten vorgehst, schau dir unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema Kaution zurückbekommen an. Dort findest du auch praktische Vorlagen.

Dein Ass im Ärmel: Das Übergabeprotokoll

Dein wichtigstes Werkzeug für eine stressfreie Rückzahlung ist ein sauberes und lückenloses Übergabeprotokoll. In diesem Dokument wird der Zustand der Wohnung beim Auszug ganz genau festgehalten – am besten gemeinsam mit dem Vermieter, der es dann auch unterschreibt.

Ein sorgfältig geführtes Protokoll erspart dir spätere Diskussionen, ob der Kratzer im Boden nun von dir oder schon vom Vormieter war. Es ist dein stärkster Beweis gegen unberechtigte Forderungen.

Checkliste für die Wohnungsübergabe

Nutze diese Checkliste, um beim Auszug alle wichtigen Punkte im Übergabeprotokoll festzuhalten und spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Am besten gehst du alles Raum für Raum durch und machst zur Sicherheit noch ein paar Fotos mit deinem Handy.

Bereich/Raum Worauf du achten solltest Status (OK/Mangel)
Alle Räume Wände und Decken: Dübellöcher verschlossen? Flecken oder Schäden?
Fußböden: Kratzer, Flecken oder Beschädigungen (Parkett, Laminat, Fliesen)?
Fenster und Türen: Funktionieren alle Griffe und Schlösser? Gibt es Risse im Glas?
Heizkörper: Funktionieren sie? Sind sie sauber und unbeschädigt?
Küche Einbaugeräte (Herd, Kühlschrank): Funktionieren alle? Sind sie sauber und fettfrei?
Arbeitsplatte und Spüle: Kratzer, Flecken oder Wasserschäden?
Badezimmer Sanitärobjekte (WC, Dusche, Waschbecken): Risse, Abplatzungen oder starke Verkalkungen?
Armaturen: Tropft ein Wasserhahn? Funktionieren sie einwandfrei?
Schlüssel Alle Schlüssel (Wohnung, Keller, Briefkasten) vorhanden und zurückgegeben?
Zählerstände Strom, Wasser, Gas/Heizung abgelesen und im Protokoll notiert?

Ein detailliertes Protokoll gibt beiden Seiten Sicherheit. Es ist die beste Grundlage dafür, dass du deine Kaution schnell und ohne Abzüge zurückerhältst und das Kapitel deiner alten Wohnung entspannt abschließen kannst.

Streit mit dem Vermieter? So holst du dir deine Kaution zurück

Der Umzug ist geschafft, die neue Wohnung eingerichtet – aber auf deinem Konto fehlt noch was: die Kaution. Ärgerlich, aber leider kein seltener Fall. Wenn der Vermieter die Rückzahlung verschleppt oder komische Posten abrechnet, musst du das aber nicht einfach so schlucken. Keine Panik, das Gesetz ist hier ziemlich klar auf deiner Seite.

Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du am besten vorgehst, wenn es Zoff um die Kaution gibt. Egal, ob die Abrechnung ewig auf sich warten lässt oder du die Abzüge für Blödsinn hältst – mit diesen Tipps bekommst du dein Geld zurück.

Die häufigsten Streitpunkte und was du zuerst tun solltest

Die Gründe für Krach um die Kaution sind meistens dieselben: Fristen werden gerissen, Abzüge sind nicht nachvollziehbar oder man streitet sich darüber, wer für einen Kratzer im Parkett verantwortlich ist. Bevor du aber gleich die Kavallerie holst, versuch es erst mal im Guten. Ein kurzer, freundlicher Anruf oder eine nette E-Mail können so manches Missverständnis aus der Welt schaffen.

Bringt das nichts, wird es Zeit, eine Stufe offizieller zu werden. Das sind die Klassiker:

  • Der Vermieter taucht ab: Die Prüffrist von 3-6 Monaten ist längst vorbei, aber du hast weder Geld noch eine Abrechnung gesehen.
  • Es kommt nur ein Teil zurück: Du bekommst zwar etwas Geld, aber eine verständliche Abrechnung über den einbehaltenen Rest fehlt.
  • Du bist mit den Abzügen nicht einverstanden: Dein Vermieter will Geld für angebliche Schäden, die für dich ganz normale Gebrauchsspuren sind oder schon beim Einzug da waren.

In all diesen Fällen gilt: Ab jetzt nur noch schriftlich! Ein Telefonat ist nett, aber du brauchst etwas Handfestes als Nachweis.

So setzt du mit einem Mahnschreiben eine klare Frist

Wenn auf deine freundliche Nachfrage nichts passiert, ist der nächste Schritt ein schriftliches Mahnschreiben, am besten per Einschreiben. Damit forderst du ganz offiziell die Rückzahlung deiner Mietkaution an. Formuliere klar, dass du die Kaution samt Zinsen bis zu einem konkreten Datum zurückhaben möchtest. Eine Frist von 14 Tagen ist hier absolut fair.

So ein Schreiben muss kein Juristendeutsch sein. Halte dich an die Fakten: deine alte Adresse, wann der Mietvertrag endete, wie hoch die Kaution war und bis wann du das Geld erwartest. Im Netz gibt es dafür super Vorlagen, die du einfach anpassen kannst.

Dieser Schritt ist superwichtig. Er setzt den Vermieter offiziell in Verzug und ist die Basis für alles, was danach kommen könnte.

Wann es Zeit für professionelle Hilfe ist

Wenn selbst das Mahnschreiben ignoriert wird oder ihr euch einfach nicht einigen könnt, hol dir Verstärkung. Du musst das nicht allein durchziehen.

  • Mietervereine: Für einen kleinen Jahresbeitrag bekommst du dort eine super Rechtsberatung. Oft übernehmen sie sogar den kompletten Schriftwechsel für dich.
  • Anwalt für Mietrecht: Geht es um viel Geld oder wird der Fall richtig kompliziert, ist ein Anwalt, der sich auf Mietrecht spezialisiert hat, die beste Wahl. Im Notfall kann er deine Ansprüche auch vor Gericht durchsetzen.

Streit um die Kaution ist leider alles andere als eine Seltenheit. Das Thema ist in Deutschland ein echter Dauerbrenner. Zahlen des Deutschen Mieterbunds zeigen: Mit 16,0 Prozent ist die Mietkaution der zweithäufigste Grund, warum Mieter und Vermieter vor Gericht landen. Nur allgemeine Vertragsverletzungen sorgen für noch mehr Zoff. Mehr dazu kannst du in der Prozessstatistik zu Mietrechtsstreitigkeiten nachlesen.

Diese Zahlen zeigen vor allem eins: Du bist mit diesem Problem nicht allein. Wenn du deine Rechte kennst, bist du klar im Vorteil und kannst von Anfang an selbstbewusst auftreten. Wissen ist hier wirklich dein bester Schutz, um fair und schnell wieder an dein Geld zu kommen.

Lass den Immobilien Bot die Suche für dich erledigen

Die Jagd nach der Traumwohnung? Puh, das kann echt an die Nerven gehen. Zwischen endlosen Besichtigungen und dem Kleingedruckten im Mietvertrag willst du dich nicht auch noch über die Mietkaution den Kopf zerbrechen. Genau da springen wir ein: Der Immobilien Bot nimmt dir die mühsame Suche ab, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst.

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Sei einfach schneller als die anderen

Sobald eine neue Wohnung auftaucht, die genau auf dein Profil passt, bekommst du sofort eine Nachricht vom Immobilien Bot. Zack, bist du am Zug! Dieser Zeitvorteil ist Gold wert, besonders in Städten, wo der Wohnungsmarkt heiß umkämpft ist. Während die anderen noch scrollen, ist deine Bewerbung schon längst raus.

Damit du beim Vermieter auch gleich punkten kannst, haben wir direkt ein paar Vorlagen für ein sauberes und überzeugendes Bewerbungsschreiben eingebaut. Das hilft dir, aus der Masse herauszustechen und deine Chancen auf den Zuschlag deutlich zu erhöhen.

Konzentrier dich voll und ganz auf die wichtigen Dinge: die Besichtigungstermine, das Gespräch mit dem Vermieter und die Details im Mietvertrag. Die Suche läuft im Hintergrund einfach weiter – ganz entspannt und super effizient.

Spar dir Zeit und Nerven

Mit dem Immobilien Bot findest du nicht nur schneller eine Wohnung, die dir gefällt, sondern gewinnst auch wertvolle Zeit zurück. Die brauchst du auch, denn der Umzug will organisiert, die Mietkaution geklärt und der Einzug vorbereitet werden. Lass uns einfach den zeitfressenden Teil übernehmen.

Wer übrigens mal einen Blick hinter die Kulissen werfen will, wie Angebote überhaupt sichtbar werden, kann sich mit den SEO-Strategien für Immobilienmakler beschäftigen. Ziemlich interessant zu sehen, was da alles im Hintergrund passiert.

Sieh den Bot als deinen persönlichen Assistenten, der dafür sorgt, dass dir die besten Deals nicht durch die Lappen gehen. Während du dich also schon um den Mietvertrag und die Kautionsübergabe kümmerst, halten wir weiter die Augen für dich offen.


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Fragen aus der Praxis: Was Mieter zur Kaution wissen wollen

Rund um die Mietkaution gibt es immer wieder ein paar klassische Fragen, die im Alltag auftauchen. Damit du nicht lange grübeln musst, haben wir hier die Antworten auf die häufigsten Anliegen für dich – kurz, knackig und auf den Punkt gebracht.

Darf der Vermieter die Kaution einfach so erhöhen?

Kurz gesagt: Nein. Wenn du einmal in der Wohnung wohnst, ist eine Erhöhung der Kaution während des laufenden Mietverhältnisses so gut wie ausgeschlossen. Was am Anfang im Mietvertrag vereinbart wurde, das gilt – und zwar für die gesamte Mietdauer.

Eine winzige Ausnahme gibt es, die aber wirklich selten vorkommt: Wenn die Wohnung umfassend modernisiert wird und dadurch die Kaltmiete steigt. Nur dann könnte der Vermieter verlangen, die Kaution entsprechend anzupassen, damit sie wieder die drei Monatsmieten abdeckt. Aber wie gesagt, das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Was passiert mit meiner Kaution, wenn das Haus verkauft wird?

Wenn die Immobilie den Besitzer wechselt, brauchst du dir um deine Kaution keine Sorgen zu machen. Für dich ändert sich erstmal nichts. Der neue Eigentümer schlüpft rechtlich gesehen in die Schuhe des alten und übernimmt damit den Mietvertrag mit allen Rechten und Pflichten.

Das heißt ganz konkret: Er ist ab sofort für deine Kaution zuständig. Der alte Vermieter muss ihm das Geld übergeben, und der neue muss sich dann um die korrekte Anlage und am Ende auch um die Rückzahlung kümmern.

Fällt auch für ein möbliertes Zimmer eine Kaution an?

Ja, absolut. Auch wenn du nur ein möbliertes Zimmer oder eine komplett eingerichtete Wohnung mietest, ist eine Kaution normal und auch gesetzlich erlaubt. Die Obergrenze liegt auch hier bei maximal drei Nettokaltmieten.

Vermieter wollen sich damit natürlich absichern, weil durch die Möbel ja ein zusätzlicher Wert in der Wohnung steckt, der beschädigt werden könnte. Für dich als Mieter gelten aber dieselben Regeln für Anlage, Zinsen und Rückzahlung wie bei einer leeren Wohnung.

Ein Tipp aus der Praxis, der Gold wert ist: Nimm dir beim Einzug Zeit und dokumentiere den Zustand der Möbel ganz penibel. Mach Fotos von jedem Kratzer, jeder Delle und halte alles schriftlich im Übergabeprotokoll fest. So gibt es am Ende keine bösen Überraschungen oder Diskussionen darüber, wer für welchen Schaden verantwortlich war.

Kann ich die letzten Mieten einfach mit der Kaution verrechnen?

Das ist ein Gedanke, den viele Mieter haben – aber leider ist die Antwort ein klares Nein. Du kannst nicht einfach eigenmächtig die letzten Mietzahlungen einstellen und dem Vermieter sagen, er soll sich das Geld doch von der Kaution holen. Das nennt man umgangssprachlich „abwohnen“, und es ist nicht erlaubt.

Deine Pflicht, die Miete zu zahlen, besteht bis zum allerletzten Tag des Mietverhältnisses. Die Kaution ist eine Sicherheit für den Vermieter, die erst nach deinem Auszug ins Spiel kommt, um eventuelle Schäden oder offene Nebenkostenabrechnungen zu decken.


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