Du hast deine Traumwohnung gefunden, aber im Mietvertrag stolperst du über den Begriff „Security Deposit“? Keine Sorge, das ist nur die englische Bezeichnung für die deutsche Mietkaution. Das ist eine ganz normale Sicherheitsleistung, die fast jeder Vermieter verlangt.

Stell es dir einfach wie ein Pfand vor. Du hinterlegst einen Betrag, der sicherstellt, dass der Vermieter am Ende nicht auf Kosten für Schäden oder ausstehende Mieten sitzen bleibt. Aber ganz wichtig: Es ist und bleibt dein Geld.

Was ist eine Mietkaution und warum wird sie verlangt?

Wenn du eine Wohnung mietest, kommst du um die Kaution kaum herum. Sie ist aber kein verstecktes Extra-Einkommen für den Vermieter, sondern dient als finanzielle Absicherung für ihn. Dein Geld muss er übrigens treuhänderisch anlegen, also komplett getrennt von seinem eigenen Vermögen. Das schützt dich im Fall der Fälle.

Eine Person unterschreibt einen Mietvertrag auf einem Holztisch, daneben liegen Schlüssel und ein Schild „MIETKAUTION Erklärt“.

Wofür genau ist die Kaution also da? Hauptsächlich, um den Vermieter vor finanziellen Nachteilen zu schützen. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Schäden an der Wohnung: Tiefe Kratzer im Parkett, ein Sprung im Waschbecken oder andere Macken, die über normale Abnutzung hinausgehen.
  • Ausstehende Mieten: Wenn du bei deinem Auszug noch eine oder mehrere Monatsmieten schuldig bist.
  • Vergessene Schönheitsreparaturen: Falls du laut Mietvertrag zum Streichen verpflichtet warst, es aber nicht erledigt hast.
  • Offene Nebenkosten: Auch für eine dicke Nachzahlung bei der Betriebskostenabrechnung kann die Kaution herhalten.

So hoch darf deine Kaution sein

Die Höhe der Kaution ist zum Glück nicht dem Zufall überlassen, sondern in Deutschland glasklar geregelt. Das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 551 BGB) legt fest: Die Kaution darf maximal das Dreifache der Nettokaltmiete betragen. Nebenkosten oder Vorauszahlungen spielen dabei keine Rolle.

Ein einfaches Beispiel: Bei einer Kaltmiete von 1.000 Euro pro Monat darf die Kaution höchstens 3.000 Euro betragen. Gerade in teuren Städten wie Berlin, München oder Hamburg schöpfen Vermieter diesen Rahmen in über 80 Prozent der Fälle voll aus. Wenn du mehr über die genaue Aufschlüsselung der Wohnkosten erfahren möchtest, schau dir unseren Artikel darüber an, wie teuer eine Wohnung wirklich ist.

Wichtig zu wissen: Mehr als drei Nettokaltmieten sind absolut tabu. Diese Regel schützt dich als Mieter vor unfairen Forderungen und schafft von Anfang an klare Verhältnisse, bevor du überhaupt den Stift für die Unterschrift zückst.

Ein fairer Prozess für beide Seiten

Die Kaution ist also kein Grund zur Panik, sondern ein transparenter und gesetzlich geregelter Vorgang. Sie baut eine Vertrauensbasis zwischen dir und deinem Vermieter auf. Für dich bedeutet das die Sicherheit, dass dein Geld geschützt angelegt wird und du es bei deinem Auszug – samt Zinsen – zurückbekommst, solange du die Wohnung in Ordnung hältst.

Für Vermieter ist es die Gewissheit, dass sie bei berechtigten Ansprüchen abgesichert sind. Dieses System sorgt für Fairness und hilft dabei, Streitigkeiten nach dem Auszug zu vermeiden. Mit diesem Wissen im Gepäck kannst du ganz entspannt in die Vertragsverhandlungen gehen.


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Deine Rechte bei der Anlage der Mietkaution

Gesetze klingen oft staubtrocken, aber beim Thema Mietkaution sind sie dein persönliches Schutzschild. Viele wissen das gar nicht, aber der Vermieter darf dein Kautionsgeld nicht einfach auf sein normales Girokonto packen oder damit seinen Wocheneinkauf bezahlen. Das ist gesetzlich strengstens verboten – und das aus gutem Grund.

Die goldene Regel lautet: Deine Kaution muss getrennt vom Privatvermögen des Vermieters angelegt werden. Das ist keine nette Geste, sondern eine knallharte gesetzliche Pflicht, die in § 551 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) steht.

Warum das so wichtig ist? Stell dir vor, dein Vermieter schlittert in die Pleite. Wäre dein Geld auf seinem Konto, wäre es weg. Durch die getrennte Anlage ist deine Kaution aber sicher und fällt nicht in die Insolvenzmasse. Sie gehört weiterhin dir, komme, was wolle.

Wie die Kaution angelegt werden muss

Der Vermieter muss dafür ein spezielles Mietkautionskonto einrichten. Meistens ist das ein einfaches Sparkonto, das treuhänderisch für dich geführt wird. Er kann also nicht einfach so darauf zugreifen, sondern nur, wenn es einen berechtigten Grund gibt – und selbst dann oft nur mit deiner Zustimmung oder einem Gerichtsurteil.

Und noch ein Detail, das viele übersehen: Die Zinsen, die das Geld auf diesem Konto abwirft, gehören dir! Klar, bei den aktuellen Zinsen wirst du davon nicht reich, aber am Ende des Mietverhältnisses muss der Vermieter dir die Kaution zusammen mit den angesammelten Zinsen auszahlen. Das ist dein gutes Recht.

Kleiner Tipp aus der Praxis: Du hast jederzeit das Recht, vom Vermieter einen Nachweis über die korrekte Anlage der Kaution zu verlangen. Scheu dich nicht, da höflich, aber bestimmt nachzuhaken, wenn du ein komisches Gefühl hast.

Was tun, wenn zu viel verlangt wird?

Wir hatten es schon: Die Kaution ist auf maximal drei Nettokaltmieten gedeckelt. Was aber, wenn im Mietvertrag plötzlich eine höhere Summe steht? Ganz einfach: Diese Klausel ist unwirksam. Du musst trotzdem nur den gesetzlich erlaubten Betrag zahlen.

Wenn dein Vermieter sich nicht an die Regeln hält – sei es bei der Höhe oder der Anlage –, solltest du das nicht einfach durchwinken. Besonders bevor du etwas unterschreibst, ist ein prüfender Blick Gold wert. Wie du auf Nummer sicher gehst, erklären wir dir in unserem Beitrag, wie du deinen Mietvertrag kostenlos prüfen lassen kannst.

Wenn du deine Rechte als Mieter kennst, gibt dir das eine enorme Sicherheit und stärkt deine Position. Ein solides Wissen über die Regeln zur Mietkaution ist einfach unerlässlich, egal ob du gerade auf Wohnungssuche bist oder schon lange in deiner Wohnung lebst.


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So wird deine Kaution sicher angelegt

Deine Kaution ist eine Menge Geld – da willst du natürlich sicher sein, dass damit alles seine Richtigkeit hat. Und genau das schreibt auch das Gesetz vor: Dein Vermieter darf die Kaution nicht einfach auf sein eigenes Girokonto packen. Er muss sie sicher und getrennt von seinem Privatvermögen für dich anlegen. Schauen wir uns mal an, wie das in der Praxis aussieht.

Der Klassiker, den du wahrscheinlich kennst, ist das Mietkautionssparbuch. Hierbei eröffnest du ein Sparkonto auf deinen Namen, zahlst die Kaution ein und verpfändest es dann an deinen Vermieter. Klingt kompliziert, bedeutet aber nur: Das Geld gehört dir, aber nur der Vermieter kommt ran – natürlich nur, wenn es am Ende wirklich etwas zu verrechnen gibt. Und das Beste daran: Die Zinsen, die im Laufe der Zeit anfallen, gehören ebenfalls dir.

Klassisch oder digital – was ist besser?

Neben dem guten alten Sparbuch gibt es heute längst bequemere, digitale Wege, die den ganzen Prozess für beide Seiten viel einfacher machen.

  • Das Mietkautionssparbuch: Der bewährte Weg. Du gehst zu deiner Bank, richtest alles ein und gibst dem Vermieter die Verpfändungsurkunde. Absolut sicher, aber eben auch ein kleiner Papierkrieg.
  • Das digitale Kautionskonto: Viele Banken bieten das inzwischen online an. Die Eröffnung dauert oft nur wenige Minuten und alles ist transparent. Du und dein Vermieter könnt jederzeit den Stand einsehen.

Diese modernen Lösungen sind klar auf dem Vormarsch. Während die Kaution traditionell auf einem separaten Sparkonto auf Mieter-Namen landen muss, sind mittlerweile über 70 Prozent der professionellen Immobilienverwaltungen auf digitale Kautionskonten umgestiegen. Branchenkenner berichten, dass Banken wie die DKB kostenfreie Mietkautionskonten anbieten, bei denen alles automatisch läuft – von der Zuordnung bis zum Kontostand in Echtzeit. Kein Wunder, dass auch 75 Prozent der Mieter diese direkten Bankanlagen bevorzugen, weil sie einfach klarer und transparenter sind. Mehr dazu, was Fachleute zur modernen Kautionsverwaltung sagen, findest du auf vdiv.de.

Ganz wichtig: Egal, für welche Methode ihr euch entscheidet, das Grundprinzip bleibt immer gleich. Dein Geld muss getrennt vom Vermögen des Vermieters aufbewahrt werden. Das schützt dich, falls dein Vermieter mal pleitegehen sollte.

Sprich deinen zukünftigen Vermieter am besten direkt darauf an. Frag nach, welche Anlageform er bevorzugt. Vielleicht kannst du ihm ja eine unkomplizierte digitale Lösung vorschlagen, die euch beiden das Leben leichter macht. Wenn du gut informiert bist, findet ihr sicher einen Weg, der für alle passt und dir die nötige Sicherheit gibt.


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Geld sparen: Clevere Alternativen zur klassischen Barkaution

Mal ehrlich, wer hat schon Lust, auf einen Schlag drei Monatsmieten lockerzumachen? Gerade wenn der Umzugswagen schon fast vor der Tür steht und noch neue Möbel hermüssen, kann die Kaution ein riesiges Loch in die Kasse reißen. Aber hier kommt die gute Nachricht: Es muss nicht immer die volle Summe in bar sein. Es gibt smarte Alternativen, die dein Konto schonen.

Die Idee dahinter ist ziemlich simpel und erinnert an eine Art Versicherung. Statt dein Erspartes auf einem Konto zu parken, zahlst du eine kleine jährliche Gebühr. Im Gegenzug bürgt ein anderer für dich – zum Beispiel eine Versicherung oder eine Bank.

Die Mietkautionsversicherung: Flexibel bleiben, wenn's drauf ankommt

Die wohl bekannteste Alternative ist die Mietkautionsversicherung. Du schließt dabei einen Vertrag mit einer Versicherung ab und zahlst statt der vollen Kaution nur einen kleinen Jahresbeitrag. In der Regel liegt der so bei 4 bis 5 Prozent der eigentlichen Kautionssumme.

Dein Vermieter bekommt dafür eine Bürgschaftsurkunde in die Hand. Gibt es am Ende Zoff wegen Schäden oder ausstehender Mieten, springt die Versicherung erstmal ein und zahlt. Das Geld holt sie sich dann aber natürlich von dir zurück.

Der entscheidende Vorteil: Du hast dein Geld frei verfügbar. Gerade in der Umzugsphase, wo jeder Euro zählt, gibt dir das ordentlich Luft zum Atmen und mehr finanzielle Freiheit für die Einrichtung.

Die Bankbürgschaft: Der Klassiker unter den Alternativen

Ganz ähnlich läuft es bei der Bankbürgschaft, die man auch Mietaval nennt. Hier steht deine Hausbank für dich gerade und garantiert dem Vermieter, im Fall der Fälle für die Kaution aufzukommen.

Auch dafür will die Bank natürlich eine jährliche Gebühr sehen, die sich meist in einem ähnlichen Rahmen wie bei der Versicherung bewegt. Kleiner Haken: Die Banken schauen bei der Bonität oft ganz genau hin, die Hürden sind hier also manchmal etwas höher.

Welcher Weg für dich der beste ist, hängt ganz von deiner persönlichen Situation ab. Willst du flexibel bleiben oder lieber auf Nummer sicher gehen? Dieser kleine Entscheidungsbaum kann dir dabei helfen, die passende Anlageform für deine Kaution zu finden.

Ein Entscheidungsbaum zur Kautionsanlage, der Optionen basierend auf Risikopräferenz, Liquidität und Renditeorientierung visualisiert.

Die Grafik macht deutlich: Ob klassisch, modern oder ganz anders – die Wahl hängt am Ende von deinen Prioritäten ab.

Wichtig zu wissen: Egal ob Versicherung oder Bankbürgschaft, dein Vermieter muss mitspielen. Einen rechtlichen Anspruch darauf hast du leider nicht. Aber die Erfahrung zeigt, dass viele Vermieter total offen dafür sind. Es macht ihnen die Sache ja auch einfacher, weil sich mehr Leute auf die Wohnung bewerben können. Frag also ruhig nach, wenn du deine Traumwohnung gefunden hast!


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So holst du dir deine Kaution garantiert zurück

Der Umzug ist durch, die Kisten sind ausgepackt und die alte Wohnung ist übergeben – top, der größte Stress ist vorbei! Jetzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Wann siehst du deine Kaution wieder? Und, noch wichtiger: Wie sorgst du dafür, dass du auch den vollen Betrag zurückbekommst?

Keine Sorge, das ist kein Hexenwerk. Sieh diesen Teil einfach als deinen persönlichen Fahrplan für eine problemlose Kautionsrückzahlung. Wir klären, welche Fristen dein Vermieter einhalten muss und warum das Übergabeprotokoll dein allerbester Freund ist.

Wie lange darf der Vermieter die Kaution einbehalten?

Das ist wohl die Frage, die allen unter den Nägeln brennt. Die gute Nachricht: Dein Vermieter darf das Geld nicht ewig für sich behalten. Das Gesetz gibt ihm in der Regel bis zu sechs Monate nach deinem Auszug Zeit, die Kaution abzurechnen und zurückzuzahlen. In der Praxis warten die meisten aber zum Glück nur drei bis vier Monate auf ihr Geld.

Diese Zeit braucht der Vermieter, um zu prüfen, ob von deiner Seite noch etwas offen ist – zum Beispiel, ob es Schäden in der Wohnung gibt oder die Nebenkostenabrechnung noch aussteht. Mehr zu den rechtlichen Hintergründen der Mietkaution findest du auf Wikipedia.de.

Ist aber von Anfang an alles paletti, also keine Mängel da und alle Mieten bezahlt, dann muss es deutlich schneller gehen. In solchen klaren Fällen landet das Geld oft schon nach ein paar Wochen wieder auf deinem Konto.

Ganz wichtig: Die sechs Monate sind die absolute Obergrenze. Wenn danach immer noch nichts passiert ist – also weder Geld noch eine nachvollziehbare Abrechnung bei dir ankam –, solltest du hellhörig werden und nachhaken. Dein Vermieter muss dann schon sehr gute Gründe haben, warum er die Kaution noch länger zurückhält.

Dein Joker: Das Übergabeprotokoll

Wenn du eine schnelle und vollständige Rückzahlung willst, ist eine saubere Dokumentation das A und O. Und dein wichtigstes Werkzeug dafür ist das Übergabeprotokoll – und zwar sowohl beim Einzug als auch beim Auszug.

Es ist deine Absicherung, damit du nicht für Macken geradestehen musst, die schon vor deiner Zeit da waren. So machst du es richtig:

  • Beim Einzug: Nimm dir die Zeit und geh mit dem Vermieter durch jeden einzelnen Raum. Jeder noch so kleine Kratzer im Parkett, jeder Fleck an der Wand oder ein klemmender Lichtschalter gehört ins Protokoll. Ernsthaft, alles!
  • Fotos, Fotos, Fotos: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Fotografiere alle Mängel, die ihr aufgeschrieben habt. Damit hast du einen unschlagbaren Beweis in der Hand.
  • Beim Auszug: Das gleiche Spiel nochmal. Ihr geht wieder gemeinsam durch die Wohnung und vergleicht den Zustand mit dem Protokoll vom Einzug. So ist für beide Seiten sofort klar, was neu ist und was nicht.
  • Unterschriften von beiden: Ganz entscheidend ist, dass am Ende beide – du und der Vermieter – das Protokoll unterschreiben. Nur dann ist es ein verbindliches Dokument.

Ein lückenloses Protokoll ist die beste Versicherung gegen nervige Diskussionen. Statistiken zeigen, dass bei über 40 Prozent der Streitfälle Vermieter versuchen, Kosten für angebliche Mängel von der Kaution abzuziehen. Mit einem sauberen Protokoll kann dir das nicht so leicht passieren. In unserem großen Ratgeber erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Kaution zurückbekommen kannst, falls es doch mal hakt.


Um gar nicht erst in so eine stressige Lage zu kommen, ist die richtige Vorbereitung einfach alles. Der Immobilien Bot findet nicht nur schneller die passende Wohnung für dich, sondern gibt dir auch gleich die richtigen Werkzeuge an die Hand, damit du bei der Bewerbung und Wohnungsübergabe eine Top-Figur machst.

Typische Streitpunkte bei der Kaution? So gehst du ihnen aus dem Weg

Niemand hat Lust, sich nach dem Umzug um Geld zu streiten. Aber Hand aufs Herz: Bei der Rückzahlung der Kaution – dem „security deposit“ – kracht es leider ziemlich oft. Die gute Nachricht ist, dass du die meisten dieser Probleme mit ein bisschen Vorbereitung und dem richtigen Know-how locker vermeiden kannst.

Zwei Männer besprechen professionelle Details, einer schreibt, der andere prüft eine Kamera, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wir zeigen dir die typischen Stolpersteine und wie du elegant ausweichst, damit du stressfrei an dein Geld kommst.

Der Klassiker: Schönheitsreparaturen

Einer der häufigsten Zankäpfel überhaupt. Muss ich jetzt die Wände streichen oder nicht? Die klassische Antwort lautet: Kommt drauf an. Viele Klauseln in älteren Mietverträgen, die dich pauschal zum Renovieren verdonnern, sind heute tatsächlich ungültig.

Entscheidend ist, wie du die Wohnung damals übernommen hast und was genau im Mietvertrag steht. Hast du eine unrenovierte Wohnung bekommen, musst du sie in der Regel auch nicht frisch gestrichen zurückgeben. Also, bevor du zum Pinsel greifst: Wirf einen genauen Blick in deine Vertragsklauseln.

Angeblich neue Schäden und dein Schutzschild: das Protokoll

Ein weiterer Dauerbrenner: Der Vermieter entdeckt plötzlich Schäden, für die du geradestehen sollst. Der Kratzer im Parkett oder die Macke an der Tür – war das nicht schon vorher da? Genau hier wird das Übergabeprotokoll vom Einzug zu deiner Superkraft.

Dein stärkstes Argument gegen unberechtigte Forderungen ist eine lückenlose Dokumentation. Halte jeden noch so kleinen Mangel bei Einzug schriftlich und mit Fotos fest. So kann dir später niemand etwas anhängen, was nicht deine Schuld war.

Ohne diesen Beweis stehst du schnell im Regen und musst deine Unschuld mühsam beweisen. Ein sauber geführtes Protokoll, von beiden Seiten unterschrieben, schiebt solchen Diskussionen von vornherein einen Riegel vor.

Abzüge wegen offener Nebenkosten

Darf der Vermieter einen Teil der Kaution für eine erwartete Nebenkostennachzahlung einbehalten? Ja, das darf er – aber nur in einer angemessenen Höhe. Er kann nicht einfach mal so die halbe Kaution blockieren, sondern muss dir plausibel erklären können, warum er mit einer Nachzahlung rechnet und wie hoch diese ungefähr ausfallen wird.

Lass dir also eine nachvollziehbare Schätzung geben und fordere den Rest deiner Kaution fristgerecht zurück. Mit diesem Wissen bist du bestens gewappnet.


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Die wichtigsten Fragen zur Mietkaution – kurz und knackig

Okay, Butter bei die Fische. Beim Thema Mietkaution, oder wie man im Englischen so schön sagt „security deposit“, tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Ich hab dir hier mal die häufigsten rausgesucht und ganz unkompliziert beantwortet, damit du bei deiner Wohnungssuche genau weißt, woran du bist.

Wie schnell muss ich die Kaution eigentlich zahlen?

Gute Nachrichten: Du musst nicht die ganze Summe auf einmal auf den Tisch legen. Das Gesetz ist hier ganz klar auf deiner Seite und erlaubt dir, die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten abzustottern.

Die erste Rate wird fällig, wenn du den Schlüssel bekommst, also zu Beginn des Mietverhältnisses. Die anderen beiden zahlst du dann einfach zusammen mit den nächsten beiden Monatsmieten. Dein Vermieter darf also nicht die komplette Kaution vorab verlangen – lass dich da nicht unter Druck setzen.

Zinsen? Gehören die wirklich mir?

Ja, absolut! Jeder einzelne Cent. Dein Vermieter ist verpflichtet, deine Kaution getrennt von seinem eigenen Vermögen auf einem verzinsten Konto anzulegen.

Diese Zinsen gehören dir und müssen am Ende zusammen mit der Kaution an dich ausgezahlt werden. Auch wenn die Zinsen zurzeit nicht die Welt sind, es ist und bleibt dein Geld.

Und was, wenn ich die Kaution nicht zahlen kann?

Das ist leider eine heikle Sache. Die Kautionszahlung ist eine deiner Hauptpflichten aus dem Mietvertrag. Zahlst du sie nicht, kann dir der Vermieter nach einer Abmahnung im schlimmsten Fall fristlos kündigen.

Solltest du mal knapp bei Kasse sein, such unbedingt das Gespräch mit dem Vermieter, bevor es eskaliert. Manchmal findet man eine Lösung. Ansonsten könntest du dich über Alternativen wie eine Mietkautionsbürgschaft informieren.

Darf der Vermieter die Kaution für alles Mögliche nutzen?

Auf gar keinen Fall. Die Kaution ist kein Selbstbedienungsladen für den Vermieter, sondern hat einen ganz klaren Zweck. Er darf sie nur für ganz bestimmte, berechtigte Forderungen verwenden. Dazu zählen:

  • Mietrückstände, die noch offen sind.
  • Nachzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung.
  • Schäden in der Wohnung, die du verursacht hast und die über normale Gebrauchsspuren hinausgehen.

Für die übliche Abnutzung – also ein paar kleine Kratzer im Parkett oder verblichene Farbe an der Wand – darf er deine Kaution definitiv nicht antasten.

Merk dir einfach: Die Mietkaution ist eine Sicherheit, kein Freifahrtschein für den Vermieter. Wenn du deine Rechte kennst, bist du auf der sicheren Seite und bekommst dein Geld am Ende auch problemlos zurück.

Mit diesem Wissen im Gepäck kannst du dem Thema „Security Deposit“ jetzt ganz entspannt begegnen und dich voll auf deine Wohnungssuche konzentrieren.


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